Reisehinweise



 

 Reisehinweise für Indien

Reisehinweise für: Indien : Publiziert am: 13.03.2015  
 
Impfungen für: Indien

 


Diese Reisehinweise entsprechen der Lagebeurteilung des EDA.

*Es ist verboten, die indische Flagge zu beleidigen, zu missbrauchen oder zu beschädigen.
*Ebenfalls verboten sind respektlose Äusserungen und Handlungen gegenüber der indischen Verfassung.

Grundsätzliche Einschätzung

Bei Reisen nach Indien ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Kriminalitätsrate ist hoch.

Zwischen religiösen beziehungsweise ethnischen Gemeinschaften bestehen latente Spannungen, die sich teilweise ohne grosse Vorwarnung in lokalen, gewaltsamen Zusammenstössen entladen und auch auf andere Ortschaften oder Bundesstaaten überspringen können. Das Potenzial von Eskalationen besteht vor allem zwischen hinduistischen und muslimischen Bevölkerungsgruppen, wie die Unruhen in Uttar Pradesh (Muzzafaranagar) von Anfang September 2013 gezeigt haben. Auch wegen lokaler sozialer, wirtschaftlicher und politischer Spannungen kann sich die Sicherheitslage in einzelnen Regionen rasch verändern. Verspätungen und Behinderungen des Reiseverkehrs können die Folge sein 

Im Falle von Strassensperren und Streiks bleibt den Reisenden nichts anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die schweizerischen Vertretungen in New Delhi, Mumbai und Bangalore haben bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.

 


Monsum

Während des Sommermonsuns (Juli/August) muss vor allem im Norden des Landes mit teils sehr starken Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche, Schlamm- und Geröll-Lawinen und Infrastrukturschäden verursachen. Unternehmen Sie Trekking-Touren in Begleitung von lokalen, erfahrenen Reiseführern.

Die Ostküste wird immer wieder von heftigen Wirbelstürmen (besonders Oktober bis Dezember) heimgesucht, die Überschwemmungen und Verwüstungen verursachen.

Kriminalität

Die Kleinkriminalität nimmt zu. So kommt es beispielsweise in den Touristenzentren Agra und Jaipur (Rajasthan) immer wieder zu Betrügereien durch Händler, die den Versand von sog. Edelsteinen nach Europa anbieten. Es kommen aber auch Sexualdelikte vor sowie Raubüberfälle auf Taxipassagiere. In Goa sind bewaffnete Raubüberfälle, Betrügereien und Straftaten nach Zufallsbekanntschaften in Bars relativ häufig. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Seien Sie in den Ballungszentren, in Zügen und Bahnhöfen, an Touristenorten sowie auf Märkten vorsichtig.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen Unbekannten Getränke oder Esswaren anbieten. Es kommt vor, dass diese mit Betäubungsmitteln versetzt werden, um das Opfer zu berauben.
  • Es ist ratsam, Taxis beim Hotelempfang zu bestellen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte auf unnötige Fahrten verzichtet werden. Lassen Sie die Flughafentransfers vorzugsweise durch Ihr Reisebüro organisieren oder benutzen Sie den hoteleigenen Transferdienst.
  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Nachtreisen auf Überlandstrassen.
  • Lehnen Sie Angebote von selbsternannten Reiseführern ab.
  • Unternehmen Sie Trekking Touren ausschliesslich in grösseren Gruppen und lassen Sie sich von einem anerkannten, ortskundigen Führer begleiten.
  • Frauen reisen vorzugsweise in Gruppen oder lassen sich von einem anerkannten Führer begleiten. Diese Empfehlung gilt auch generell für landesunkundige Personen.

In den indischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen, die sich sowohl gegen Fischerboote und Jachten als auch gegen Handelsschiffe richten.

Verkehr und Infrastruktur

Die meisten Strassen sind in schlechtem Zustand. Während der Monsunzeit (Juni bis Anfang Oktober) muss mit überschwemmten und unpassierbaren Strassen gerechnet werden. Mangelhaft gewartete Fahrzeuge und das unberechenbare Verhalten der verschiedensten Verkehrsteilnehmer (Autos, Lastwagen, Fuhrwerke, Fahrräder, Fussgänger, Elefanten, Kamele, Kühe etc.) stellen ein hohes Unfallrisiko dar - auch bei Reisen mit Überlandbussen. Für Reisen mit einem Personenwagen ist es empfehlenswert, einen Wagen mit Chauffeur zu mieten. Von nächtlichen Überlandfahrten wird in jedem Fall abgeraten.
Die teilweise veraltete Infrastruktur des Eisenbahnnetzes hat wiederholt zu schweren Unfällen geführt.

In abgelegenen Gebieten bestehen oft nur beschränkte Telefon- und Internetverbindungen.


Besondere rechtliche Bestimmungen

Satellitentelefone dürfen nur mit einer Bewilligung der indischen Behörden benutzt werden. Zuwiderhandlungen werden mit Haftstrafen geahndet. Es ist verboten, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet (keine Begnadigungsmöglichkeit).
Die Haftbedingungen sind prekär (überfüllte Zellen, schlechte hygienische Verhältnisse etc.).


Kulturelle Besonderheiten

Indien ist ein grosses Land mit verschiedenen alten Kulturen und Religionen, mit eigenen Sitten und Verhaltensregeln, die vom westlichen Besucher Anpassungs- und Einfühlungsvermögen fordern. Passen Sie Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten an.


Naturbedingte Risiken

Erdbeben können im ganzen Land auftreten. Als besonders gefährdet gilt die nördliche Landeshälfte.
Während des Sommermonsuns (Juli/August) muss vor allem im Norden des Landes mit teils sehr starken Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche, Schlamm- und Geröll-Lawinen und Infrastrukturschäden verursachen.

Die Ostküste wird immer wieder von heftigen Wirbelstürmen (besonders Oktober bis Dezember) heimgesucht, die Überschwemmungen und Verwüstungen verursachen.

Sollte das Land während Ihres Aufenthalts von einer Naturkatastrophe heimgesucht werden, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die nächste schweizerische Vertretung (Botschaft in New Delhi oder Generalkonsulat in Mumbai).

Gesundheit

Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nicht überall gewährleistet. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen. Personen mit einem negativen Rhesusfaktor können unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Neben anderen (Tropen-)Krankheiten tritt auch Tuberkulose auf. Unterschätzen Sie im Himalaya die Symptome der Höhenkrankheit nicht.


Nützliche Adressen

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden.


Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.


 

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