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Letzte Aktualisierung: 29.07.2011
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Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden von
mir laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
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Am 6. August 2010 haben schwere Überschwemmungen in Ladakh
zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert und massive Schäden
angerichtet. Besonders betroffen war die Region um Leh. Die
Instandstellung wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Informieren Sie sich vor der Reise nach Ladakh bei Ihrem
Reisebüro über die Durchführbarkeit der Reise. Bei Regen wird von
Trekking-Touren abgeraten, da sich die Gefahr von Schlamm- und Gerölllawinen während Niederschlägen erhöht.
Grundsätzliche Einschätzung
Zwischen religiösen beziehungsweise ethnischen Gemeinschaften
bestehen latente Spannungen, die sich gelegentlich spontan in
Zusammenstössen entladen. Auch wegen lokaler sozialer und politischer
Spannungen kann sich die Sicherheitslage in einzelnen Regionen rasch
verändern. Verspätungen und Behinderungen des Reiseverkehrs können die
Folge sein. Im Falle von Strassensperren und Streiks bleibt den
Reisenden nichts anderes übrig, als sich lokal über alternative
Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung
der Lage abzuwarten. Die schweizerischen Vertretungen in New Delhi und
Mumbai haben bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar
keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen
Regionen.
Verschiedene Attentate haben in den letzten Jahren
zahlreiche Tote und Verletzte gefordert. Die terroristen Angriffe in
Mumbai vom 26. bis 29. November 2008 richteten sich erstmals auch
gezielt gegen Ausländer. Am 13. Februar 2010 wurde in Pune ein Anschlag
auf ein Bäckerei-Café verübt, das bei Ausländern beliebt ist. Der
Anschlag forderte mehrere Todesopfer und Verletzte. Seither sind weitere
Anschläge verübt worden, unter anderem am 13. Juli 2011 in
Mumbai. Trotz erhöhter Sicherheitsmassnahmen ist im ganzen Land mit weiteren Anschlägen zu rechnen,
besonders in den Grossstädten und Touristenorten. Vor allem in
öffentlichen Transportmitteln (z.B. Züge, Bahnhöfe, Flughäfen), grossen
Menschenansammlungen, religiösen Stätten, auf Märkten, in Hotels und
Restaurants ist erhöhte Vorsicht und risikobewusstes Verhalten
angezeigt. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.Zwischen Indien und Pakistan bestehen langjährige politische
Spannungen. Die beiden Regierungen haben verschiedene vertrauensbildende
Massnahmen angeordnet. Eine Lösung des Konflikts ist aber noch nicht
erkennbar und eine erneute Verschlechterung der Situation kann nicht
ausgeschlossen werden.
Informieren Sie sich vor und
während der Reise in den Medien über die aktuelle Lage an Ihren
Reisezielen, befolgen Sie die Anweisungen der indischen Behörden und
Ihrer Reiseagentur. Meiden Sie grössere Menschenansammlungen und
Demonstrationen jeder Art.
Spezifische regionale Risiken
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre
Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete
einschränken.
Grenzgebiet zu Pakistan: Teile der Grenze sind vermint. Von Reisen in die gesamte Grenzregion zu Pakistan wird weiterhin abgeraten. Eine
Ausnahme bildet der einzige, für Ausländer geöffnete Grenzübergang
zwischen Indien und Pakistan in Wagah zwischen Amritsar und Lahore.
Gujarat und Uttar Pradesh:
Am 13. März 2002 hat der Oberste Gerichtshof den Bau eines Tempels und
religiöse Zeremonien auf dem von Muslimen und Hindu umstrittenen Gelände
in Ayodhya verboten. Im Gebiet um Ayodhya (Uttar Pradesh) sowie in Gujarat
ist es Ende Februar 2002 in einigen Städten zu schweren Ausschreitungen
gekommen. Die Lage in diesen Gebieten bleibt gespannt und weitere
Unruhen zwischen Anhängern der beiden Religionsgemeinschaften können
auch weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Informieren Sie sich laufend
in den Medien über die Entwicklung der Lage und lassen Sie Vorsicht
walten. Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der Behörden
(Ausgangssperren etc.).
Jammu & Kashmir: Der Konflikt
mit Pakistan um das umstrittene Grenzgebiet einerseits und mit
verschiedenen Unabhängigkeitsbewegungen andererseits besteht weiter.
Entlang der Kontroll-Linie zwischen den beiden Ländern kommt es immer
wieder zu Schiessereien. Bombenattentate auf öffentliche Plätze, Minen
und Überfälle fordern immer wieder Todesopfer. Im Sommer 2010 haben die
ethnisch-religiösen Spannungen erneut stark zugenommen: Mehrere Personen
fielen Bombenattentaten oder gewalttätigen Ausschreitungen bei
Demonstrationen zum Opfer, und es wurden Strassenblockaden errichtet.
Die Behörden reagieren auf solche Ereignisse häufig mit Ausgangssperren.
Von Reisen in den Teilstaat Jammu & Kashmir, also auch ins Kashmirtal, wird abgeraten.
Eine Ausnahme bildet Ladakh unter folgenden Bedingungen:die Anreise
erfolgt per Flugzeug oder auf der direkten Hauptstrasse von Manali nach
Leh, Sie meiden die Grenzgebiete zu Pakistan weiträumig, und halten sich
strikt an die weiter unten aufgezählten, allgemeinen
Vorsichtsmassnahmen. Siehe auch Kapitel Aktuelles!
Nordosten:
In Teilen dieser Region kommt es immer wieder zu Attentaten und
Gefechten zwischen den indischen Sicherheitskräften und Rebellen
verschiedener ethnischer Gruppen. In Assam haben die bewaffneten
Überfälle und Attentate seit Ende 2006 stark zugenommen und zahlreiche
Opfer gefordert. Auch in der Provinzhauptstadt Guwahati sind Anschläge
verübt worden. Von Reisen in die Teilstaaten Assam, Tripura, Nagaland, Manipur und Meghalaya wird abgeraten.
In den übrigen Gebieten ist erhöhte Vorsicht geboten. Gewisse Gebiete
dürfen nur mit einer Sondergenehmigung der indischen Behörden bereist
werden. Die indische Botschaft in Bern und das indische Generalkonsulat
in Zürich erteilen nähere Auskunft.
Andhra Pradesh, Bihar, Chhattisgarh, Jharkhand, Orissa, West Bengal:
In den abgelegenen Wäldern dieser Bundesstaaten sind
Maoisten-/Naxalitengruppen aktiv und kontrollieren zeitweise einzelne
Gebiete. Attentate und Überfälle auf Dorfbewohner und Behörden nehmen
zu, vor allem in Chhattisgarh und im Süden von West Bengal. Informieren Sie sich vor und während einer Reise bei den lokalen Behörden über die Sicherheitslage an Ihrem Zielort.
Mumbai: Zwischen
dem 26. und 29. November 2008 forderten in Mumbai terroristische
Angriffe auf mehrere Hotels und Restaurants über 180 Todesopfer und rund
300 Verletzte. Seither sind weitere
Anschläge verübt worden, unter anderem am 13. Juli 2011. Siehe
Kapitel "grundsätzliche Einschätzung".
Die Kleinkriminalität nimmt zu. So kommt es beispielsweise in den
Touristenzentren Agra und Jaipur (Rajasthan) immer wieder zu
Betrügereien durch Händler, die den Versand von sog. Edelsteinen nach
Europa anbieten. Es kommen aber auch Sexualdelikte vor sowie
Raubüberfälle auf Taxipassagiere. In Goa sind
bewaffnete Raubüberfälle, Betrügereien und Straftaten nach
Zufallsbekanntschaften in Bars relativ häufig. Beachten Sie unter
anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:
- Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
- Seien Sie in den Ballungszentren, in Zügen und Bahnhöfen, an Touristenorten sowie auf Märkten vorsichtig.
- Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen Unbekannten Getränke oder
Esswaren anbieten. Es kommt vor, dass diese mit Betäubungsmitteln
versetzt werden, um das Opfer zu berauben.
- Es ist ratsam, Taxis beim Hotelempfang zu bestellen. Nach
Einbruch der Dunkelheit sollte auf unnötige Fahrten verzichtet werden.
Lassen Sie die Flughafentransfers vorzugsweise durch Ihr Reisebüro
organisieren oder benutzen Sie den hoteleigenen Transferdienst.
- Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Nachtreisen auf Überlandstrassen.
- Lehnen Sie Angebote von selbsternannten Reiseführern ab.
- Unternehmen Sie Trekking Touren ausschliesslich in grösseren
Gruppen und lassen Sie sich von einem anerkannten, ortskundigen Führer
begleiten.
- Frauen reisen vorzugsweise in Gruppen oder lassen sich von
einem anerkannten Führer begleiten. Diese Empfehlung gilt auch generell
für landesunkundige Personen.
In den indischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen, die sich sowohl gegen Fischerboote und Jachten als auch gegen Handelsschiffe richten.
Verkehr und Infrastruktur
Die meisten Strassen sind in schlechtem Zustand. Während der
Monsunzeit (Juni bis Anfang Oktober) muss mit überschwemmten und
unpassierbaren Strassen gerechnet werden. Mangelhaft gewartete Fahrzeuge
und das unberechenbare Verhalten der verschiedensten Verkehrsteilnehmer
(Autos, Lastwagen, Fuhrwerke, Fahrräder, Fussgänger, Elefanten, Kamele,
Kühe etc.) stellen ein hohes Unfallrisiko dar - auch bei Reisen mit
Überlandbussen. Für Reisen mit einem Personenwagen ist es
empfehlenswert, einen Wagen mit Chauffeur zu mieten. Von nächtlichen Überlandfahrten wird in jedem Fall abgeraten. Die teilweise veraltete Infrastruktur des Eisenbahnnetzes hat wiederholt zu schweren Unfällen geführt.
In abgelegenen Gebieten bestehen oft nur beschränkte Telefon- und Internetverbindungen.
Besondere rechtliche Bestimmungen
Satellitentelefone dürfen nur mit einer Bewilligung der
indischen Behörden benutzt werden. Zuwiderhandlungen werden mit
Haftstrafen geahndet. Es ist verboten, militärische Einrichtungen und
öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet (keine Begnadigungsmöglichkeit). Die Haftbedingungen sind prekär (überfüllte Zellen, schlechte hygienische Verhältnisse etc.).
Kulturelle Besonderheiten
Indien ist ein grosses Land mit verschiedenen alten Kulturen und
Religionen, mit eigenen Sitten und Verhaltensregeln, die vom westlichen
Besucher Anpassungs- und Einfühlungsvermögen fordern. Passen Sie
Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten an.
Erdbeben können im ganzen Land auftreten. Als besonders gefährdet gilt die nördliche Landeshälfte. Während des Sommermonsuns (Juli/August) muss vor allem im Norden des Landes mit teils sehr starken Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche, Schlamm- und Geröll-Lawinen und Infrastrukturschäden verursachen.
Die Ostküste wird immer wieder von heftigen Wirbelstürmen (besonders Oktober bis Dezember) heimgesucht, die Überschwemmungen und Verwüstungen verursachen.
Sollte das Land während Ihres Aufenthalts von einer Naturkatastrophe heimgesucht werden, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die nächste schweizerische Vertretung (Botschaft in New Delhi oder Generalkonsulat in Mumbai).
Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nicht überall
gewährleistet. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich
als nützlich erweisen. Personen mit einem negativen Rhesusfaktor können
unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten. Wenn Sie auf bestimmte Medikamente
angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat
enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere
Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten
(z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen
behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise
direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder
Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Neben
anderen (Tropen-)Krankheiten tritt auch Tuberkulose auf. Unterschätzen
Sie im Himalaya die Symptome der Höhenkrankheit nicht.
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden. Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.

Om Nama Sivaya
Tomy
- Shankar
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