|
Laut hinduistischen Schriften entstand die
Religion vor Tausenden von Jahren durch die Rishis, die Wissenschaftler
jener Zeit. Durch Meditation perfektionierten sie sich selbst und
erkannten durch telepathischer Schwingungen der Götter die absolute
Wahrheit. Dieser Ursprung wird in Sanskrit "Sruti" genannt ("das, was
gehört wurde"). Später wurden diese Wahrheiten in den Vedas und
Upanishaden vertextet.
- Indische Götter gibt es sehr viele. Anders als im Christentum herrscht
in Indien nicht ein allmächtiger und allwissender Gott über die Welt.
Es gibt sehr viele Götter und ca. 133 Haupt-Götter..
- Indische Götter haben viele verschiedene Charaktere und Aufgaben: Es gibt männliche, weibliche Götter
und Götter in Tiergestalten.
- zun Beispiel:
- Shiva - der Inbegriff eines kräftigen willenstarken und gütigen Mannes.
- Durga, die wilde, ekstatisch auf ihrem Tiger reitende Kämpferin gegen die Dämonen.
- Ganesha,
der kindliche Elefantengott. Ganesha ist bei sehr vielen Menschen, über
alle Kasten hinweg, als weiser, lebensnaher, glücksbringender Gott sehr
beliebt.
- Die drei großen Götter: Trimutri: (Im Trimutri sind drei grundlegende kosmische Prinzipien erfasst: Brahma, Shiva und Vishnu, das Dreiergespann.
Das Schöpferische - Geburt - Brahma, Das Transzendentale - Tod - Shiva, der Erhalter - Leben - Vishnu.
Die drei großen Götter bilden zusammen das Trimutri. Jeder von ihnen hat eine Shakti als Gefährtin an seiner Seite. )
- Die heillige Kuh: (Im vedischen Zeitalter, ca. 1500 v. Chr., siedelten sich die von
Nordwest kommenden Arier auf dem indischen Subkontinent an. Die Kuh war
für den Stamm der Arier von größtem Wert und wurde als einziges
Nutztier gehalten. Sie belieferte die Menschen mit Fleisch, Milch, Käse
und Joghurt, die Haut wurde zu Ausrüstung und Kleidung verarbeitet.
Wegen ihrer großen Bedeutung im täglichen Leben wurde die Kuh im Laufe
der Zeit verehrt. Auch althinduistische Gurus und Weise sprachen der
Kuh ihre Verehrung aus. Aus diesem Grund wird die Kuh auch heute noch
verehrt, für strenge Hinduisten ist sie sogar heilig.
In der Mythologie hat die Kuh ihre Heiligkeit dem Gott Krishna zu
verdanken. Nach seiner Geburt wurde Krishna zum Schutz vor einer
drohenden Ermordung in die Obhut einer Hirtenfamilie gegeben und
verbrachte als Hirtenjunge viel Zeit mit den Tieren. Mit der
Hirtenfamilie, den Milchmädchen (gopis) und den Kühen wuchs er auf und
wurde von ihnen ernährt. Dadurch erreichte die Kuh den Status einer Mutter, die es zu verehren gilt.
Hindu-Götter
werden auch durch ein bestimmtes Reittier (Vahana) symbolisiert.
| Agni
= Widder |
Brahma
=
weiße Gans Hamsa |
Vishnu
=
Garuda |
Shiva
=
Stier Nandi |
| Ganesha
=
Ratte |
Indra
=
Elefant Airavata |
Varuna
=
Meerungeheuer Makara |
Sani
= Geier |
| Rudra
=
Stier |
Kama
=
Papagei, Sperling |
Karttikeja/Skanda
=
Pfau |
Yama
=
Büffel |
Parvati - Uma
= Löwe
|
Durga
=
Löwe, Tiger
|
Kalkin
=
weißes Pferd
|
Sarasvati
=
Pfau, Schwan
|
Pavana / Vayu
=
Antilope
|
Devi
=
Löwe, Tiger
|
Khandoba
=
Pferd
|
Dattatreya
=
Kuh und 4 Hunde |
Die
333 wichtigste Götter und mythologische Gestalten
von A-Z
| Abarimon | Volk, deren Füße nach
hinten gekehrt sind. Trotzdem konnten sie so schnell laufen, daß
es keiner mit ihnen aufnehmen konnte | Abrahamu |
"Wolkenstrickerin", weiblicher Ur-Elephant,
übernatürliches Wesen, geflügelt, kann seine Form und Gestalt
ändern | Ad-Bischeschar | Herr der Welt in
der Urzeit nach hinduistischer Mythologie | Adi | Dämon | Aditi
| Göttermutter; "Mutter
Erde", Tagesgöttin und göttliche Mutter, "Mutter
Raum", "Die Grenzenlose“, "die
Ungebundene", Himmelsgottheit. Aditi ist eine uranfängliche
Göttin, die schon seit Urzeiten existiert. Sie verkörpert die
Unendlichkeit, die fortdauernde Schöpfung sowie den Kosmos, sie
steht für das Göttliche an sich. Aditi verkörpert die
unendliche Natur allen Seins. Tochter des Dakscha. Aditi ist die
Mutter der Adityas, der anderen vedischen Götter. | Adityas
| Göttergruppe des
Vedismus, ursprüngliche Götter, vedische Götter, "Söhne
des unendlichen Bewußtseins", geboren von der göttlichen
Mutter Aditi. Sie gehören zu den Devas. Ihre Namen sind:
Arjaman, Indra, Agni, Savitar, Mitra, Surya, Martanda und Varuna.
Erst waren es die genannten 8 Adityas, in späterer Zeit wurde
ihre Zahl auf 12 festgelegt, wobei auch einige ausgetauscht
wurden. Die 12er-Gruppe enthält: Ansa, Indra, Mitra, Surya,
Savitri, Arjaman, Varuna, Yama, Bhaga, Dakscha, Dhatri, Ravi. Den
12 Göttern sind die 12 Sternzeichen sowie die 12 Monate
zugeordnet. Sie gelten als Wächter der himmlischen Gestirne. | Agastya | Beschützer von Rama | Aghora | Erscheinungsform Shivas -
ohne Furcht oder Furcht einflößend | Aghora
Rudra
| schreckliche und
grimmigste Gestalt Shivas. Diese Erscheinungsform spiegelt das
Hervorgehen Shivas aus dem alten vedischen Gott Rudra wieder. In
den Veden ist Rudra ein Gott, der Angst und Schrecken verbreiten
kann, der Naturkatastrophen und Krankheiten senden kann. Er ist
ein guter Bogenschütze, doch seine Pfeile bringen dem
Getroffenen Krankheit und Tod. Gleichzeitig ist Rudra der Gott
der Heilmittel, so daß auch hier schon sein doppeltes Wesen
vorgezeichnet wird. Rudra kennzeichnet nach wie vor den
wütenden, zerstörerischen Aspekt Shivas. Als Aghora Rudra ist
Shiva der Endzeitbringer und Weltzerstörer. Rudraksha-Perlen
(Tränen Rudras oder Tränen Shivas) werden von Shiva-Anhängern
und Yogis als Aksamalas (Malas oder Rosenkränze) um den Hals
oder ums Handgelenk getragen | Agni
| "Feuer". Gott des
Feuers. Alter vedischer Gott, geboren von der göttlichen Mutter
Aditi. Einer der 12 Adityas. Agni herrscht über die Kraft des
Feuers, den Lebensfunken, das Feuer der Sonne und den Saft in
Pflanzen. Er ist selbst in trockenen Zweigen gegenwärtig und
wartet nur auf die Reibung, die sein Feuer entzündet. Alles
Licht kommt von Agni, jede Eingebung ist feurig, alles Leben ist
Verbrennung. Agni hat zerstörerische Aspekte wie den des
Verbrennens, aber auch Aspekte des Lebens, wie die Wärme oder
das Licht, das das Feuer den Menschen schenkt, oder symbolisch
den Lebensfunken. Agni bezeichnet den Gott und das physikalische
Phänomen des Feuers und wird als eine göttliche Macht gesehen,
die einerseits eine himmlische (verborgene) und andererseits auch
eine irdische (offensichtliche) Existenz besitzt. Er symbolisiert
abstrakt den göttlichen Willen oder Willenskraft in der
Menschheit. Er gilt als Weiser und ihm wird von den Veden eine
gewisse Intellektualität zugesprochen. Weiterhin ist Agni der
Gott des Wohlstandes, des Reichtums und der materiellen Schätze.
Eine weitere Funktion von Agni ist die eines Boten (duta) der
Götter. Er war der Mund der Götter einerseits, andererseits
vertrauten ihm die Menschen ihre Opfergaben an. Als Feuergott
reichte er die ins Opferfeuer geworfenen Gaben weiter an die
Empfänger unter den anderen Göttern. Als Mittler zwischen den
Göttern und Menschen trägt er die Bitten der Opfernden als Bote
zum Himmel. Wenn zu Beginn des Opfers der Ruf erklingt, sucht
Agni die Götter und überbringt ihnen die Einladung der
Menschen. Er bringt den Göttern die Opfergaben und die Wünsche
der opfernden Menschen zu Gehör.Seine Gattin ist Svaha.
Bildliche Darstellung mit 2 Gesichtern, 3 Beinen und 7 Armen. Aus
dem einen Mund kommen 3, aus dem anderen Mund 4 strahlenförmige
Zungen. In den Händen hält er eine Art Axt, ein Bündel
Brennholz oder eine Fahne mit dem Bild eines Widders. Seine Farbe
ist rot. Sein Reittier ist ein Widder.
Seine Bedeutung ist im späteren Hinduismus nicht mehr so groß.
Die Bilderverehrung kam hinzu und drängte den Kult der
Feueropfer an den Rand. Damit entfiel auch immer mehr seine
Aufgabe, die Opferspenden und Wünsche der Menschen an die
Adressaten unter den Göttern weiterzuleiten. Auch für Reichtum
und materiellen Wohlstand war Agni nicht mehr zuständig. Lakshmi
übernahm den Zuständigkeitsbereich "Reichtum". Shiva,
Brahmanaspati und Dattatreya übernahmen den Bereich
"Weisheit". Er behütet die südöstliche
Himmelsrichtung. | Ahalya
| Frau, mit der Indra einst
eine Affäre hatte. Als Strafe wurde sie von ihrem Ehemann zu
Stein verwandelt, ein fluch, der erst durch Rama gelöst wurde,
der den Ehemann überzeugte, ihr zu vergeben. | Ahi | eine der Formen des
Schlangengottes, auch mit dem Schlangendämon Vritra
gleichgesetzt | Airavata | Elefant, kam bei der
Quirlung des Milchozeanes (Entstehung der Welt) zum Vorschein und
dient dem Gott Indra als Reittier. | Akupara | Die Schildkröte, auf
deren Rückenpanzer die Erde ruht | Amba | "Mutter",
Muttergöttin, ihr wird mit morgendlichen Opfern von schwarzen
Ziegen gehuldigt. | Ambika
| „Mütterchen“,
ein Name der Göttin Kali (Gemahlin von Hochgott Shiva),
Personifizierung der Parvati. Sie ist von außergewöhnlicher
Schönheit und lockt Dämonen in den Tod. | Ammavaru | Muttergöttin, die von
Anfang an existierte. Sie legte das Ei, aus dem die göttliche
Dreieinigkeit, Trimurti, aus Brahma, Shiva und Vishnu schlüpfte. | Amrita | Lebenswasser,
Lebenselixier, Unsterblichkeitstrank. Kam zum Vorschein, als die
Götter und Dämonen gemeinsam den Milchozean quirlten. | Anala | Einer der acht Vasus, die
Indra dienen | Ananta
| Eine kosmische Schlange im
Milchozean. Auf ihr ruht sich Vishnu zwischen den Weltphasen aus.
Die Schlange stellt den Urozean dar, in den sich die Natur
zurückzieht, wenn die Welt wieder einmal aufgelöst wird
(Pralaya). Die Schlange ist der Rest, das, was von der
vorhergehenden Welt übrig blieb. Sie hat5, 7 oder 11 Köpfe und
wölbt diese mit der Gespreizten Haut einer Kobra als
Schutzschild über den schlafenden Vishnu. Wenn Vishnu erwacht
und die Entstehung einer neuen Welt beschließt, sprießt aus
seinem Nabel ein Lotus, in dem Brahma thront. | Anantesa | Einer der acht
Vidyesvaras | Andhaka | Ein Dämon | Anila | Einer der acht Vasus, die
Indra dienen | Angirases | Wesen, die zwischen
Menschen und Göttern vermitteln | Annamurti | Eine Form von Vishnu | Annapurna | Göttin der Nahrung.
Avatar der Durga. | Ansa | weniger bedeutender
Sonnengott, Wächter über ein Tierkreiszeichen und einen Monat. | Ansuman | Sohn des Sagara und dessen älterer Frau | Anumati | Mondgöttin. Wird verehrt
als Spenderin von Wohlstand, Glück, Kindern, Erleuchtung. | Anuradha | Göttin des Schicksals
und des Glückes. Tochter des Daksha, Ehefrau des Chandra. | Apa | Einer der acht Vasus, die
Indra dienen | Apalala | Wasserschlange,
Wasserdrachen der Quelle des Swat-Flusses, der von Buddha zum
Glauben gebracht wurde. | Apam
Napat | Gott des frischen
Wassers | Apsama
| Zwergendämon,
repräsentiert die Unwissenheit, wurde von Shiva als Nataraja zu
Boden getreten und vernichtet. Näheres siehe unter Nataraja
(eine Erscheinungsform Shivas). | Apsaras
| himmlische Tänzerinnen
von unvergänglicher Schönheit und Jugend. Sie leben in Bächen,
Flüssen und Seen. Sie sind Gattinnen der Gandharven. In Indras
Himmel wirken sie bei Aufführungen als Tänzerinnen und
Schauspielerinnen mit. | Aranyana | eine Göttin des
Waldlandes | Ardhanarisvara
| Shiva mit halb
männlicher und halb weiblicher Gestalt. Zusammengesetzte
Gottheit, gebildet aus dem männlichen und dem weiblichen Aspekt
Shivas, also aus Shiva und Parvati, dreiarmig auf manchen
Darstellungen. Die linke Seite ist die weibliche und verkörpert
seine Gattin Parvati, die rechte wie gewohnt Shiva. Entspricht
dem Bedürfnis des Shaktismus, männliches und weibliches Prinzip
im Zusammenspiel zu verehren. Diese Erscheinungsform betont die
Wahrnehmung als Welt als eine Struktur von bipolarer Natur. Alles
existiert als Gegensatzpaar, charakterisiert durch zwei
gegensätzliche Eigenschaften oder Naturen. Das Gegensatzprinzip
findet hier seine Darstellung durch männlichen (Purusha) und
weiblichen (Prakriti) Aspekt - Shiva und seine Shakti Parvati. | Ardra | Göttin des Mißgeschicks,
des Pechs. | Arjaman
| Vedischer Gott, geboren
von der göttlichen Mutter Aditi. Einer der 12 Adityas. Der Vater
ist Kashyapa. Aryaman verkörpert den Zusammenhalt und die
Besonderheit der Beziehungen innerhalb der Klans, wie zum
Beispiel die Gesetze, die den Empfang menschlicher und
göttlicher Gäste regeln. Er ist eine Personifikation der
Gastlichkeit und erscheint im Rigveda als Stifter des Ehebundes.
Seine Attribute sind eine Keule, zwei Lotusse und ein Gebetsrad. | Arjuna
| Einer der fünf Pandavas,
wurde von Krishna unterwiesen, strahlender Held der Mahabharata.
Sohn Kuntis, den sie mit dem Gott Indra zeugte und in die Ehe mit
Pandu einbrachte. Vermählt mit Draupadi – wie seine vier
anderen Brüder auch. | Aruna | Gott der Morgenröte,
Wagenlenker des Sonnengottes Surya. Sohn des Kasyapa und der
Vinata. | Arundhati | eine Astralgöttin | Ashta-Dikpalas
| Götter, die über
die acht Himmelsrichtungen wachen. Zum Teil einst mächtige
vedische Götter, jetzt „degradiert“. Im einzelnen
gehören dazu: Indra (O), Agni (SO), Yama (S), Nirrith (SW),
Varuna (W), Kubera (N), Esana (NE) | Ashvins
| Alte vedische Götter,
Zwillinge der Dämmerung, als Götter der Morgen- und
Abenddämmerung bringen sie die Nacht als Zeit der Ruhe und
Erholung und sorgen dann wieder für die Morgendämmerung, in der
die Energie wieder aufsteigt. Sie sind göttliche Ärzte. Sie
sind den Menschen freundlich gesinnt und retten Menschen in
Stürmen und vertreiben Dunkelheit, damit die Menschen die bösen
Dämonen ihres Egos sehen und töten können. Sie wurden
unsterblich durch das Trinken von Soma-Saft. Kinder der Saranyu
und des Martanda (Vedischer Gott, geboren von der göttlichen
Mutter Aditi, einer der 12 Adityas). Heute nicht mehr so
bedeutend wie in vedischer Zeit. Pferdegötter. | Aslesa | eine Göttin des
Mißgeschickes, des Pechs. | Aspama
| Ignoranter Zwerg. Gemäß
der Legende versuchten einige irrgläubige Rishis Shiva durch
magische Gesänge zu vernichten. Shiva erkannte die drohende
Gefahr und fing an zu tanzen, wodurch die negativen Kräfte der
Rishis neutralisiert wurden. Die Rishis wurden sauer und schufen
den ignoranten Zwerg Aspama, der sich auf Shiva stürzte. Der
böse Zwerg geriet aber bei seinem ersten Angriffsversuch unter
einen Fuß des tanzenden Shivas, wodurch ihm das Rückgrat
zerbrochen wurde. Die Vernichtung des Zwerges Aspama steht für
die Befreiung der Welt von Ignoranz und Unwissenheit. Der Shiva
auf den meisten Darstellungen als Nataraja umgebende Feuerbogen
symbolisiert die Ursilbe der Schöpfung Om bzw. Aum. | Astamatara | Eine Gruppe von
Muttergöttinnen in puranischen Hinduismus. | Astomi | Mythisches Volk in Indien,
das nicht zu essen oder zu trinken braucht wie gewöhnliche
Sterbliche, denn sie ernähren sich vom Duft der Blumen. | Asu | der Atem des Prajapati, aus dem er die Asuras, Götter, Menschen und Tiere
erschuf | Asuras
| Sehr altes
Göttergeschlecht mit Varuna (Vedischer Gott, geboren von der
göttlichen Mutter Aditi, einer der 12 Adityas) an der Spitze,
wurde von den Devas verdrängt. Die göttlichen Mächte verteilen
sich auf zwei Klassen, die Strahlenden (Devas) und die Mächtigen
(Asuras), in denen der kraftspendende und manchmal gefährliche
Aspekt konzentriert ist. Die Asuras sind aus Asu, dem Atem des
Prajapati, geschaffen. Später wurden sie Dämonen oder sagen wir
besser: Die Opposition der Devas. Sie sind insbesondere die
Gegenspieler der Suras. Einst bekamen sie die Gaben Wahrheit und
Lüge mit, davon legten sie die Wahrheit ab und behielten die
Lüge. Bei den Suras ist es umgekehrt. Die Asuras wurden
schließlich von den Suras besiegt. Die besiegten Asuras
verkörpern die “Mächte der Nacht”.
Die Asuras entstammen einem sehr alten Pantheon, das schließlich
von den anderen vedischen Göttern verdrängt wurde. Es gibt aber
Überschneidungen, wie am Beispiel des Varuna, der zugleich ein
wichtiger vedischer Gott und Anführer der Asuras ist. Auch Mitra
gehört beiden Gruppen an. | Asvayajau | eine Göttin des
Schicksales und des Glückes | Atharvan | Einer der Rishis | Aticandika | Hindu-Form der Göttin
Durga. Siehe Durga. | Atman | unsterbliche Seele des
Universums, Lebensprinzip | Atri | Sohn Brahmas, Weiser,
Sänger. | Avatara
| „Herabsteigen“
– göttliche Verkörperungen, insbesondere Verkörperungen
des Hochgottes Vishnu. Avatare sind wie Boten, die die Götter
den Menschen auf die Erde senden. Davon gibt es insgesamt 10, 9
davon sind bisher erschienen (Matsya, Kurma, Eber, Mensch-Löwe,
Vamana, Paraschurama, Rama, Krishna, Buddha), der zehnte, Kalki,
noch nicht. Die bedeutsamsten Avatare sind Rama (Sonnendynastie)
und Krishna (Monddynastie). Interessant auch die Integration des
Buddhismus in das hinduistische Weltbild. | Ayyappan | Hindu-Gott des Wachstums,
besonders in Kerala. Wurde von Shiva in Mohini (Form Vishnus)
geboren. | Baju | Gott des Windes (siehe Vayu.) | Bala | Hindu-Muttergottheit | Balakrsna | Die Kinderform von
Krishna | Balaram
| Sohn der Devaki.
Ältester Bruder von Krishna. Ein andere Legende erzählt, daß
Balarama aus einem weißen Haar Vishnus entstanden sei. Das in
gleicher Weise gezogene schwarze Haar Vishnus ergab Krishna.
Entsprechend ist die Hautfarbe Balaramas weiß, die Krishnas
dunkel. Soll zu den Nagas gehören | Bali
| ein Dämon, König der
Daityas, Sohn des Vairochan, Bruder des Sugriva. Einst regierte
er Himmel und Erde. Bali war der Enkel des vishnugläübigen
Dämonen Prahlada. Diese Herrschaft bedrückte die Göttermutter
Aditi, die für ihre eigenen Kinder keine Chancen mehr sah in
einer Welt, die von Dämonen regiert wird. Aber dann wurde die
Welt von ihm befreit, der Retter des Gleichgewichts war Vishnu in
Form des Avatara Vamana (der Zwerg). Vishnu versprach der
Göttermutter Aditi, als ihr eigener Sohn geboren zu werden.
Dieser wurde aber ein Zwerg. Als der Dämon Bali gerade ein
Pferdeopfer vollzog, erschien der inkarnierte Vishnu in Form des
Zwerges vor ihm, gekleidet wie ein Zeremonialbrahmane. Nach
seinem Begehren gefragt, erbat dieser von Bali soviel Land für
sich, wie er mit drei Schritten erreichen könnte. Kaum war die
Bitte gewährt, nahm der Gott dann seine große Gestalt wieder
an. Mit dem ersten Schritt überspannte er die Erde, mit dem
zweiten den himmel, mit dem dritten Schritt trat er den Dämonen
Bali in die Unterwelt (patala). Seitdem gebietet Bali über die
Unterwelt, und die Welt und der Himmel sind von
Dämonenherrschaft befreit. | Balin | Affenkönig von Kishkindhya,
Sohn Indras, erschlagen von Rama. | Banka-Mundi | Eine Jagdgöttin | Basusena | Auch Karna genannt, Sohn
der Kunti (=Pritha), gezeugt mit dem Sonnengott. Wächst bei
Adoptiveltern (Adhiratha und Radha) auf. | Bhadra | Hindu-Göttin, Dienerin
Shivas. | Bhaeani | Mutter aller Dinge | Bhagirath
| vedischer Gott des
Wohlstandes, einer der Adityas, Schutzgott der Hochzeit. Wurde
von Virabhadra geblendet. Er ist der Hüter der Frühlingsmonats
März. Identisch mit der alten persischen Gottheit Baga. | Bhagirath | Enkel des Ansuman | Bhagiratha
| halbgöttlicher Weiser,
meditierte rund tausend Jahre lang zu einer Zeit, als die Erde
noch trocken und unbewohnbar war. Shiva gewährte dem Weisen
seinen Wunsch nach Niederkunft des himmlischen Flusses Ganga,
damit die Erde fruchtbar und ertragreich werde. | Bharadwaja | Einer der Rishis. Am
Ende wurde er unsterblich. | Bharani | Eine Göttin des
Mißgeschicks. Tochter des Daksha | Bharata | Halbbruder des Rama
(Avatar des Hochgottes Vishnu). Begründer der Sippe der
Bharatas, Sohn von Dushyanta und Shakuntala | Bharat
Mata | Relativ neue
Muttergöttin | Bhawani | Mutter aller Dinge, einer
der Aspekte Parvatis. | Bhima
| Prinz der Pandu-Familie,
einer der fünf Pandavas, Held der Mahabharata. Sohn Kuntis, den
sie mit dem Windgott Vayu zeugte und in die Ehe mit Pandu
einbrachte. Der Name bedeutet „der Schreckliche“.
Verheiratet mit Draupadi – wie seine vier Brüder auch. Aus
seiner Ehe mit Hidimba stammt Ghatotkacha. | Bhrigu
| (Bhrigus) bedeutet
"strahlend, leuchtend, funkelnd". Halbgötter, aus
Flammen geboren, die das Feuer fanden und es den Menschen
brachten. Als Götter der Luft und der Stürme vermitteln sie
zwischen Göttern und Menschen. | Bhumidevi | eine
Fruchtbarkeitsgöttin, zweite Frau von Vishnu (bzw. seines
Avataras Krishna). Mutter von Naraka. | Bhumiya | Fruchtbarkeitsgott.
Später wurde er als eine Form Vishnus angesehen. | Bhut,Bhutas | Gruppe übler
Geister. | Bhutamata | Dämonengöttin, eine
Form der Parvati. | Bhuvanesvari | Einer der zehn
Mahavidyas | Bibingshati | einer der 100 Söhne
des mythologischen Königs Dhritarashtras, Neffe des Pandu und
des Vidura. Aus der Sippe der Kauravas (Mahabharata) | Brahma
| Hinduistischer Hochgott. Bildet zusammen mit Shiva und Vishnu die
Trimurti, die Dreieinigkeit der indischen Hochgötter. Brahma ist
der Schöpfergott, der Weltenschöpfer, das Schöpfungsprinzip im
Kosmos. Brahma ist das schöpferische Werkzeug des ewigen
Brahman, sein Werkzeug zur Schöpfung. Brahma gilt als der erste
Gott im Hinduismus, als erstes Lebewesen auf der Erde, und wird
als der Schöpfer gesehen. Er ist der Leiter des Schicksals der
Welten, Lehrer der Götter, Regierer der Welt und Herr der
Götter. Damit steht er zwar gewissermaßen über allen anderen
Göttern, beteiligt sich aber nicht an deren Handlungen. Brahma
ist der Urpoet ritueller Gesänge. Er ist der Schutzherr der 64
Künste und Kunstfertigkeiten. Er hat die Fähigkeit, in die
Zukunft blicken zu können. Er wohnt in Brahmaloka, seinem
eigenen Himmel und Ort für in Schlachten gefallene Krieger. Von
der Trias Brahma - Shiva - Vishnu, den drei grossen Göttern des
Hinduismus, gilt Brahma heute als der Unbedeutenste, ihm sind in
Indien kaum Tempel geweiht, seine Verehrung in Indien ist gering,
am ehesten wird er noch als Offenbarer des Veda verehrt.
Brahma ist mit Saraswati vermählt. Sie ist seine treue
Gemahlin und seine Shakti. Daneben hat Brahma noch eine
Zweitgemahlin, die Göttin Gayatri. Zu dieser Frau kam Brahma,
als seine richtige Frau zwar nicht anwesend war, zur
Durchführung eines bestimmten Rituals aber eine Gemahlin her
mußte. So heiratete Brahma kurzerhand Gayatri. Brahma hatz viele
Kinder, er hat sie aber nicht mit seinen Frauen gezeugt. Als
Schöpfergott ist es für ihn viel einfacher, seine Nachkommen
direkt aus seinen Körperteilen hervorgehen zu lassen. Brahma ist
der Vater des Kamadewa und des Daksha.
Brahma ist ein reifer, bärtiger Mann von roter,
gelber oder goldener Körperfarbe. Askese ist nicht sein Ding,
auf den Abbildern erscheint er wohlgenährt. Er wird mit vier
Köpfen dargestellt, die in alle vier Himmelsrichtungen blicken.
Deshalb führt er auch den Beinamen Caturmukha – der
Viergesichtige. Meistens wird er ebenfalls mit vier Armen
dargestellt, die häufig dann die vier Veden Rigveda, Yajurveda,
Samaveda und Atharvaveda, die heiligen Schriften des Hinduismus,
halten. Wenn die vier Hände nicht diese halten, dann Kamandalu
(Wassergefäß), Aksamala oder Mala (Rosenkranz), Pustaka
(Veda-Buch) und Sruk (Opferlöffel). Was in welcher Hand ist, ist
nicht festgelegt, manchmal bleibt auch eine Hand frei und formt
eine Mudra (Geste), die sog. Abhaya-Mudra (Geste der Ermutigung)
oder auch die Varada-Mudra (Wunscherfüllungsgeste). Er trägt
die Brahmanenschnur (Yajnopavita), Schmuck und um den Hals gelegt
eine große Blütengirlande. Ein Gazellenfell kann über die
linke Schulter gelegt sein. Auf seiner Stirn trägt Brahma
manchmal das shivaitische Zeichen (drei waagerechte Striche) oder
auch das vishnuitische Zeichen (3 senkrechte Striche oder ein
zungenförmiges Symbol mit senkrechter Mittellinie). Sein
Reittier ist eine weiße Gans namens Hamsa. Sie ist Symbol der
Reinheit und der Unterscheidungskraft.
Brahma ist als Stammvater der Wesen der Nachfolger
des vedischen Prajapati. Brahma entsteht aus der Weltseele, dem
Urgrund allen Seins, dem Brahman. Das Brahman kann als
körperloses und eigenschaftsloses Absolutes nicht selbst
schöpferisch tätig werden. Brahma wurde geboren, um dem Wunsch
der Weltseele nach Schöpfung Ausdruck und Gestalt zu verleihen.
Als Schöpfergott war er in der Lage, sich selbst zu erschaffen.
Nach anderen Berichten ging er aus einem Ur-Ei hervor: Brahma
bildete aus sich selbst heraus das Wasser, in welches er seinen
Samen legte, aus dem sich ein goldenes Ei entwickelte, aus dem
heraus Brahma selbst geboren wurde (Hiranyagarbha = der goldene
Embryo). Nachdem Brahma 1000 Jahre in dem Ei zugebracht hatte,
brach er die Schale mit der Kraft seiner Gedanken in zwei
Hälften. Die Eihälften wurden zu Himmel und Erde. Erst später
kam unter den Vishnuiten eine neue Geschichte der Schöpfung in
Umlauf, die Brahmas Verdienst schmälerte: Nach dem letzten
Weltuntergang ruhte Vishnu auf der Schlange Ananta. Als die Pause
zwischen den Weltexistenzen rum war, entstand aus Vishnus Nabel
eine Lotuspflanze, in deren Blütenkrone Brahma saß, um zum
Urvater aller Wesen zu werden. Vishnu wurde damit in den Rang
eines Urgottes erhoben, Brahma herabgestuft. Auch die Shivaiten
versuchten, Brahma herabzusetzen: Er hätte einst fünf Köpfe
besessen, Shiva habe ihm aber den fünften Kopf abgeschlagen.
Nicht ernst zu nehmende Eifersüchteleien und Rivalitäten
zwischen Hochgöttern eben.
Ein alternativer Name für Brahma ist
„Svayambhu“ – „derjenige, der aus sich selbst
entstanden ist“. Ein weiterer ist „Nabhija“ –
„der aus dem Nabel Geborene“. | Brahman
| Absolutum, All-Seele, das
absolute Sein, das umfassende All-Eine, durch den Om- oder
Aum-Laut dargestellt. Höchstes geistiges Prinzip. Wird auch als
Atman bezeichnet. Manche Hindus sehen im Brahman ein
unpersönliches göttliches Prinzip oder den Urgrund alles
Daseins, den überpersönlichen Urgrund des Universums, der
geschlechtsneutral, körperlos und ohne Eigenschaften ist. | Brahmanaspati
| Gott der Gebete.
Spielte früher zu vedischen Zeiten eine größere Rolle als
heute. Er ist der Herr über Opferfeuer und Meister des
Schöpfungswortes, seine Gnade verleiht religiösen Riten den
gewünschten Erfolg. Brihaspati manifestierte sich durch ein
riesiges Licht. Auf bildlichen Darstellungen hält Brihaspati ein
Buch und eine Mala. Der Priester unter den Göttern. | Brami | Gott der Beredsamkeit | Brhaspati | Herr der Gebete | Brahmani | Hindu-Muttergottheit | Brahmi | siehe Saraswati, Göttin
der Beredsamkeit | Buddha
| der Erwachte, der
Erleuchtete – einer der zehn Avatare des Hochgottes Vishnu.
Kämpfte gegen den Religionsverfall, lehrte Raja-Yoga
(Meditation). Um 500 v. Chr. Hier wird der ganz und gar nicht
vishnuitische Gautama Buddha nominell dem Gott Vishnu
untergeordnet, indem er zu einem „Vishnu-Avatar“
erklärt wurde. Eine ähnliche Situation gibt es umgekehrt bei
den Mahayana-Buddhisten. Dort wurde der Avatar Rama kurzerhand zu
einem „Bodhisattva“ erklärt und so in das
Glaubensgefüge integriert. | Buddhi | Gemahlin Ganeshas | Budhi
Pallien | Waldgottheit in
Nordindien, durchstreift die Wälder in Form eines Tigers | Chaitany
| Gott der Bettler.
Ursprünglich ein Asket und Sozialreformer des 16. Jh. Später
vergöttlicht, wird als ein Avatara Vishnus angesehen (außerhalb
der 10 klassischen Avataras) | Chama | Gott der jungen Liebe | Chamunda | Eine Form der Durga,
abgeleitet von den Namen der zwei Dämone Chanda und Munda. Durga
tötete sie beide. | Chanda | Aspekt der Durga. Einer der
neun Navadurgas. Einst ein Dämon, den Durga tötete, und zwar in
ihrer Form Chamunda. | Chandika | Göttin des Wunsches, des
Verlangens | Chandogra | Form der Durga. Einer
der neun Navadurgas. | Chandra
| Ursprünglicher indischer
Gott des Mondes. Später verschmolz er mit dem Mondgott Soma. Er
ist von weißer Farbe. Er fährt in dem Mondwagen über den
Himmel, gezogen von 10 Schimmeln. Chandra war auch ein
Fruchtbarkeitsgott. Er wurde angefleht bei Kinderwunsch. Chandra
ist ferner der Gott des Taus, der am frühen Morgen auf den
Pflanzen liegt. | Chandrasekhara | Eine Form von
Shiva. | Chaturmurti | Eine Form von Vishnu | Chaya | Hindu-Gottheit,
„Schatten“. Mutter von Sani | Chinamastaka | Gottheit von
schrecklichem Aussehen. Sie wird mit ihrem Kopf in der Hand
dargestellt. Eine Form der Durga. Eine der zehn Mahavidyas. | Chitra | Eine Göttin des
Mißgeschicks. Tochter des Daksha | Chitrangada | Aus der Sippe der
Kauravas (Mahabharata) | Chitragupta | Richter über Tugenden
und Laster, über gute und schlechte Taten, schickt die Menschen
in den Himmel oder die Hölle. | Daityas | Riesen der frühen
Mythologie, Dämonen, Söhne der Diti | Daksha
| ist ein uralter
vor-vedischer Gott. In vedischer Zeit und nach-vedischer Zeit
durchläuft er viele unterschiedliche Gestalten. Entsprechend
heterogen sind die Informationen über Daksha. In ältester Zeit
einer der Herren der Schöpfung, ein Adityas, ein Sohn der Aditi.
Er wurde zuerst als Sohn Prajapatis angesehen. Später wurde er
zu einem der Rishis, später wird er als Sohn Brahmas angesehen,
der aus dem rechten Daumen des Schöpfergottes Brahma geboren
wurde. Mit seiner Gefährtin Prasuti hat Daksha viele Töchter,
die Götter heirateten. 27 seiner Töchter wurden zu
Mondhäusern. Sie waren mit dem Mondgott Soma vermählt. Soma
bevorzugte die Rohini. Daksha war sehr erzürnt darüber, daß
der Mondgott Soma seine anderen Töchter vernachlässigte, und er
verfluchte Soma mit einem Fluch, der ihm langsame Auszehrung
bescherte. Erst auf Bitten der Frauen Somas änderte Daksha
seinen Fluch, so daß Soma ab da nur noch periodisch von der
Auszehrung betroffen war und danach wieder wachsen konnte. Dies
erklärt die Mondphasen. Ein anderer berühmter Schwiegersohn von
Daksha ist Shiva, der Dakshas Tochter Sati gegen den Willen
Dakshas ehelichte. Als er Shiva bei einer Feier durch
Nichteinladung beleidigte, nahm sich Sati vor Scham das Leben,
und der erzürnte Shiva riß Dakscha den Kopf ab. Nachdem Shiva
sich wieder beruhigt hatte, setzte er Dakscha wieder einen
Ziegenkopf auf, denn der alte Kopf ließ sich nicht mehr finden. | Dakshinamutri
| Shiva, der
Weltenlehrer. Shiva verkörpert Selbsterkenntnis (Jnana). Als
Gott aller Studierenden, Gelehrten und Sucher der Weisheit und
Erkenntnis ist er das Modell eines perfekten Gurus | Danu | eine Göttin des
uranfänglichen Wassers, ihr Sohn ist Vritra | Dasaratha | König und Vater des Rama | Dattatrey
| Wörtl.: "der
dreifach Begabte"), eine Verkörperung der
"Dreigestalt" (Trimurti), Dattatreya vereint die
Aspekte des Brahma (Schöpfung), des Vishnu (Erhaltung) und des
Shiva (Zerstörung) in sich. Seine symbolischen Gefährten sind
die vier Veden, dargestellt als vier Jagdhunde. Dattatreya ist
kein verwaltender oder kontrollierender Gott, sondern einer von
24 Avataren, die im Laufe einer Weltperiode erscheinen um, den
Menschen ein Beispiel zu geben. Seine begleitenden Tiere sind
Hunde und Kühe. An Orten, an denen der Gott Dattatreya verehrt
wird, stehen die genannten Tiere unter Schutz und werden
besonders respektvoll behandelt. Auch das übliche Steinewerfen
zum Fernhalten von Hunden ist an diesen Orten verboten. Der Gott
ist der Sprecher des Buches Avadhuta Gita. Dattatreya wird als
eine dreiköpfige männliche Gestalt in safrangelben
Asketengewändern dargestellt. | Deva | Allgemeiner Ausdruck für ein
göttliches Wesen | Devak | Wächtergottheit in Bombay
und im Dekkan. Hat seine Ursprünge im Ahnenkult, so können
manchmal Menschen mit dem gleichen Devak nicht heiraten. | Devaki
| göttliche Mutter,
„die gottgleiche“, Gattin des mythischen Königs
Vasudeva. Mutter von Krishna und Balarama, dessen Halbbruder.
Enkelin von Hiranykasipu, Cousine des Kansa. | Devapi | Ein Einsiedler aus der
Sippe der Kauravas (Mahabharata) | Devas
| ein jüngeres
Göttergeschlecht, im Gegensatz zu den älteren Asuras. An der
Spitze der Devas steht der Regengott Indra. Die göttlichen
Mächte verteilen sich auf zwei Klassen, die Strahlenden (Devas)
und die Mächtigen (Asuras). Obwohl die Devas und die Asuras
ursprünglich zwei miteinander verbündete, harmonisch
zusammenlebende Gruppen bilden, werden die Asuras bald als die
Feinde der Devas betrachtet; sie werden zu echten Dämonen und
verkörpern die “Mächte der Nacht”. | Devasena | Göttin, eine der
Gattinnen von Skanda | Devi
| Göttliche Mutter, Muttergottheit, universale Göttin, das
Prinzip einer weiblichen Göttin schlechthin. Der Name bedeutet
„Göttin“. Viele - insbesondere im ländlichen
Volksglauben - sehen in der weiblichen Dimension des Göttlichen
(Devi) die Quelle allen Lebens und verehren an erster Stelle Gott
als Göttin (devi). Devi bedeutet das, was an göttlicher Energie
in Manifestation ist (vgl. die Seite über Shaktismus). Devi ist
die Kraft, mit der Brahma erschafft, mit der Vishnu erhält und
mit der Shiva vernichtet. Devi verkörpert das höchste
Bewußtsein, das in seinem mütterlichen Aspekt erscheint. Sie
hat das Universum in ihrem Schoß. Ab dem 6. Jh. n. Chr. gewinnt
die Verehrung der Devi als Prinzip des weiblich-Göttlichen eine
wichtige Rolle, der Kult um zahlreiche einzelne bzw. örtlich
verbreitete Göttinnen wird dadurch gebündelt, daß sie nun alle
als Erscheinungsformen der Einen Göttin betrachtet werden. Devi
hat viele Namen und Erscheinungsformen, wie Parvati, Kali, Durga.
Devi ist die Göttin der Natur, sie bringt den Regen und sie
schützt vor Krankheiten. Devi ist als Mutter des Lebens ihrem
Charakter nach milde und liebevoll. Als Mutter des Todes hingegen
ist sie schrecklich anzusehen, mit 8 Armen, in einem davon ein
Schwert. In der rechten Hand hält sie Freude und Schmerz, in der
linken Hand hält sie Leben und Tod. Lakshmi gilt als Inkarnation
von Devi. | Dhanistha | eine Göttin des
Mißgeschickes, eine übelwollende Nakshatra. Tochter des Daksha.
Gattin des Chandra. | Dhanvantari
| Gott der Medizin.
Früher, zu vedischen Zeiten, war er wichtiger, ursprünglich war
er ein Sonnengott. Träger des Ambrosia. Im späteren Hinduismus
wurde er als Avatara von Vishnu angesehen. | Dhara | Einer der 8 Vasu-Gottheiten,
die Indra dienen | Dharani
| unbedeutende Göttin, eine
Avatara der Göttin Lakshmi, Gattin des Parasurama. Lakshmi nahm,
um ihrem Gatten Vishnu in seinen Inkarnationen als Avatara nahe
zu bleiben, die Gestalt seiner jeweiligen Partnerin an. | Dharma
| "Sitte, Tugend,
Pflicht, Recht, Gesetz" - göttliches Gesetz. Als Gott die
Personifizierung des göttlichen Gesetzes. Ursprünglich war
Dharma ein Schöpfergott. Mal wird er als Sohn Brahmas angesehen,
mal als Avatara von Vishnu. | Dhatar | Einst ein Sonnengott, gilt
als einer der Adityas. | Dhatri | einer der späteren
Adityas, Wächter eines Monats | Dhritarashtras
| mythologischer
König, aus der Mahabharata. Vater der Kauravas, Bruder des Pandu
und des Vidura. Vater von 100 Söhnen, darunter Duryodhana und
Duhsasana.erität. | Dhisana | Vedische Göttin der
Prosperität. | Dhumravati | Dämonische Göttin | Dhurjati | Gott, Manifestation von
Shiva. | Diti
| Göttin der Nacht, Tochter
des Dakscha, Mutter der Daityas. Gattin des Kashyapa. Während
Aditi als die Göttin des Himmels angesehen wird, ist Diti die
Göttin der Erde. Beide entstammen nicht-arischen Quellen aus
vor-vedischer Zeit. Ihre Kinder – die Asuras
(Nicht-Göttter) - sind nicht Teil des offiziellen vedischen
Pantheons. | Djaus
| (Dyaus) unbedeutenderer vedischer Gott des Himmels, Himmelsvater, Vater
aller Wesen, Vater der Uschas. Sein Gegenstück war Prthivi, die
Erdgöttin. Beide zusammen wurden Dyavaprthivi genannt. Vater
Indras. Darstellung als rötlicher Stier, sein Schnauben ist der
Donner. Eine andere Darstellung zeigt ihn als schwarzes
Streitroß mit Perlen als Repräsentation der Nacht, wobei die
Perlen für die Sterne stehen. Dem Gott Djaus entspricht in etwa
der griechische Gott Chronos. Er wurde von seinem eigenen Sohn,
Indra, umgebracht. Indra ergriff seinen Fuß und zog seinen Vater
daran aus dem Himmel, worauf Djaus zu Tode stürzte. | Draupadi | Gattin der Pandavas aus
der Mahabharata. Polyandrie mit 5 Männern! Tochter des Drupada,
König von Panchala. | Drona | Ein Ränkeschmied aus der
Mahabharata, vermählt mit Kripi, Vater von Aswathama. | Drug | Vedische Sorte von Dämonen | Drupada | Aus der Sippe der
Panchalas, Vater der Draupadi (Gattin der 5 Pandavas), der
Shikhandi und des Dhristadymna. (Mahabharata) | Duhsasana
| einer der 100 Söhne des
mythologischen Königs Dhritarashtras, Neffe des Pandu und des
Vidura. Aus der Sippe der Kauravas (Mahabharata). Vater des
Mahabahu | Dund | Im Volksglauben ein Geist
ohne Kopf ohne Hände und Füße. Nachts reitet er durch die
Gegend und ruft die Leute in ihren Häusern an. Wer antwortet,
ist des Todes oder wird verrückt. | Durg | ein Dämon, der von Gauri
getötet wurde. | Durga
| Parvati, Uma, Durga und Kali
sind die Namen für vier verschiedene Aspekte der selben Göttin.
Sie ist die Gattin bzw. Shakti Shivas. In feierlicher Zeremonie
wurde sie ihm mit Brahma selbst als Priester angetraut. Sie ist
die Mutter des Elefantengottes Ganesha und des Skanda
(Karttikeja) sowie des Viraka. Parvati selbst ist die Tochter des
Himalaya (Himavan, Himavats) und der Bergnymphe Mena (Menga), die
selbst vom Weltenberg Meru abstammt. Parvati hat eine Schwester,
Ganga. Parvati kann viele Erscheinungsformen annehmen, dabei sind
die als Parvati und Uma die sanften, gnädigen und friedvollen,
die als Durga (Durgha) und Kali die schrecklichen und rächenden,
wobei Kali noch ein paar Grade furchtbarer ist als Durga, welche
die gemäßigtere Form der zornigen Göttin ist. Als Durga und
Kali tritt sie auf, um das Böse zu bekämpfen.
Als heftige, furchtbare, rächende Göttin Durga
oder Kali tritt Parvati auf, um das Böse zu bekämpfen. Durga
gilt dabei noch als die gemäßigtere Form, Kali als die
furchterregendere Form der Göttin. Durga ist "die
Unbesiegbare", die gegen das Böse in der Welt antritt. Sie
ist freundlich, liebenswürdig und gnädig zu denen, die ihr
ergeben sind. In der Welt hat sie die Aufgabe, Dämonen zu
vernichten, die Götter und Menschen tyrannisieren oder
unterdrücken. Im übertragenen Sinne hilft sie bei der
Vernichtung unserer inneren negativen Kräfte und Schwächen, die
uns schaden. Gläubige wenden sich an Durga, um ihre eigenen
irdischen Antriebe zu zerstören und ihr höchstes Selbst zur
Entfaltung zu bringen.
Als Durga reitet sie auf einem Tiger, sie hat die
Gestalt einer gelben Frau. Die Anzahl der Arme kann 6, 8 oder gar
10 betragen. Ihr Reittier ist ein Löwe oder ein Tiger. Da sie
die Gattin Shivas ist, darf sie auch dessen Attribute benutzen:
Dreizack, Schwert, Bogen, Schlange. Manchmal wird sie auch mit
Keule, Muschelhorn und Diskus abgebildet, die ja eigentlich
Vishnu gehören. Vishnu hat ihr offensichtlich da seine Waffen
geliehen, um besser mit dem Büffeldämon Mahisha (Mahisa,
Mahishasura, Mahishasura, Mahisa = Büffel, Asura = Dämon)
fertigzuwerden. Dieser Dämon war weder von Männern noch von
Tieren zu töten, nachdem Brahma ihm die Gunst gewährt hatte,
nur durch eine Frau besiegbar zu sein. Mahisasura terrorisierte
in Selbstüberheblichkeit die Welt und hinderte die Menschen
daran, den Göttern Opfer zu bringen. Durga-Kali rüstete sich
mit den Waffen Shivas und Vishnus und zog auf ihrem Reitlöwen
aus, den Dämonen zu töten. Erst am zehnten Kampftag konnte
Durga dem Büffeldämon den Kopf abschlagen. Da er jedoch ein
Dämon war, lebte er noch weiter, in Menschengestalt, worauf
Durga ihm Shivas Dreizack in die Brust stieß, um den Dämonen
restlos auszutilgen. In Bengalen wird jährlich das Fest namens
Durgapuja gefeiert, um des Sieges über den Büffeldämon zu
gedenken (September/Oktober). Am zehnten Tage opfert man junge
Büffel zu Ehren der Durga-Kali durch Köpfen mit einem
Schwerthieb. Und das war nicht die einzige Heldentat von Durga:
Mit großer Leichtigkeit tötete sie andere machtvolle Dämonen
wie Shumbha, Raktajiva oder Nishumba. | Durmarshana | einer der 100 Söhne
des mythologischen Königs Dhritarashtras, Neffe des Pandu und
des Vidura. Aus der Sippe der Kauravas (Mahabharata) | Duryodhana
| einer der 100 Söhne
des mythologischen Königs Dhritarashtras, Neffe des Pandu und
des Vidura. Aus der Sippe der Kauravas (Mahabharata). Ältester
und Führer der Kauravas, der „Bösewichter“ aus der
Mahabharata. Vater des Lakshmana. | Dushyanta | Gatte der Shakuntala,
Vater von Bharata, dem Begründer der Bharata-Sippe aus der
Mahabharata. | Duskarna | einer der 100 Söhne des
mythologischen Königs Dhritarashtras, Neffe des Pandu und des
Vidura. Aus der Sippe der Kauravas (Mahabharata) | Dyavaprthivi
| Verkörperung des
gesamten Kosmos, Himmel und Erde. Zusammengesetzt aus Dyaus/Djaus
Pita und Phrthivi. Djaus war ein alter Gott des Himmels. Sein
Gegenstück war Prthivi, die Erdgöttin. Beide zusammen wurden
Dyavaprthivi genannt. Beide zusammen sorgten für Ordnung im
Universum. Oder andersherum gesehen: Einst waren sie gemeinsam,
dann spaltete Varuna sie in separate Gottheiten. | Emusha | Kosmischer Eber | Ganas | Dienende Geister des
Hochgottes Shiva und ihm untergeordnete Gottheiten, angeführt
vom Elefantengott Ganesha, dem "Herrn der Scharen". | Gandhari | Gattin des des
mythologischen Königs Dhritarashtras (Mahabharata). Schwester
des Shakuni. Tochter des Subala | Gandharven
| Alle männlich, halb
Mensch, halb Tier, z. B. Menschen mit Vogelbeinen oder Vorne
Mensch, hinten Pferd o.ä. Halbgötter der Zeugung und
Fruchtbarkeit, Gatten der Apsaras, wohnen wie diese in Flüssen
und anderen Gewässern, nach anderen Quellen beleben sie die
Lüfte, Wälder und Berge. Sie werden regiert von ihrem König
Vishvavasu. Gandharven sind Diener der Devas. Gandharven und
Apsaras gehören zum Hofstaat des Regengottes Indra. Während die
Apsaras für den Tanz zuständig sind, sind die Gandharven die
himmlischen Sänger. | Ganescha
| Elefantengott, Glücksgott, Gott der Intelligenz, der Weisheit
und der Händler. Als Inbegriff der Weisheit ist Ganesha daher
der Gott der Schüler und Studenten. Gott des guten Gelingens,
des Erfolges und der Überwindung von Hindernissen. Und
Hindernisse kann er gut mit seiner dicken Elefantenstirn einfach
wegschieben. Damit äußerst beliebt bei Geschäftsleuten. Als
Vertreiber von Hindernissen und als Überbringer von Glück
gehört Ganesha zu den beliebtesten und populärsten Göttern des
Hinduismus. Vor größeren Vorhaben wie Hausbau, Reise, Prüfung,
Geschäftsabschluß etc. stimmt man ihn günstig. Auch bei
Hochzeiten wird seiner gedacht, damit die Eheschließung ein
Erfolg wird.
Ganesha ist dafür bekannt, daß er ein freundliches und
pfiffiges Wesen hat und ferner dafür, daß er gerne ißt und
nascht. Er ist der Sohn von Parvati-Durga und Shiva. Streng genommen
muß man ihn jedoch nur als Sohn Parvatis ansehen, die ihn aus
Lehm (nach anderen Quellen aus dem Schorf ihres Körpers sowie
Salben und Ölen) und Gangeswasser in Menschengestalt formte, als
Shiva längere Zeit meditierte, um einen Türwächter für ihr
Badezimmer zu haben.
Historisch gesehen ist Ganesha der jüngste wichtige Gott im
hinduistischen Pantheon (seit dem 5. Jh.).
Als kleiner, gedrungener Mann mit einem
großen, dicken Kugelbauch (der Bauch symbolisiert, daß Ganesha
alle Erfahrungen konsumieren und absorbieren kann), gelber
Hautfarbe, einem Elefantenkopf mit einem Zahn und mit zwei oder
häufiger vier Armen (Diese vier Arme repräsentieren die vier
Aspekte des feinstofflichen Körpers: Geist, Intellekt, Ego und
Bewußtsein). Er sitzt mit einem Bein über das andere
geschlagen. In seinen Händen hält er gewöhnlich eine Muschel,
ein Chakra (Diskus), eine Wasserlilie oder einen Lotus (über den
Lotus siehe gesonderten Artikel) und einen Stab, wie er zum
Antreiben von Elefanten benutzt wird. Andere Darstellungen zeigen
ihn mit einem abgebrochenen Stoßzahn in der Hand, mit einer
stilisierten Schlinge (damit zieht Ganesha den Sucher aus seinen
weltlichen Problemen), einer Axt (symbolisiert die Zerstörung
aller Wünsche und Bindungen), einer Frucht oder einem Reiskloß
(symbolisiert a) Ganeshas Naschhaftigkeit und b) die Belohnung
spiritueller Suche). In Ganeshas Nähe befindet sich schmackhafte
Nahrung, die als Opfergabe dargebracht wurde. Die Attribute sind
aber zu seiner Erkennung weniger wichtig, denn der typische
Elefantenkopf springt sofort ins Auge. Die Augen sind klein, aber
durchdringend, sie können das winzigste Detail jedweden
Gegenstands untersuchen, darüberhinaus verfügen sie über die
innere Schau, den Geist Gottes in allem und jedem sehen zu
können.
Reittier: Eine Ratte. Die Ratte trägt oft einen Aksamala
(Rosenkranz) in der Schnauze. Die Ratte (akhu) ist ein Symbol
dafür, daß in jedem noch so kleinen Tier soviel göttliche
Energie steckt, daß es sogar einen Elefanten tragen kann. Ratten
genießen daher bei seinen Anhängern einen ganz besonderen
Schutz. Im übertragenen Sinne steht die Ratte auch für Egoismus
und weltliche Wünsche und damit mittelbar für die Ursache
unseres Leidens. Das Reiten auf der Ratte symbolisiert die
Kontrolle, für die Benutzung des Körpers, der Empfindungen und
der Antriebe steht, um die grenzenlose Wahrheit und
Vollkommenheit zu erreichen.
Woher der Elefantenkopf? Früher hatte Ganesha einen
Menschenkopf. Als Ganesha Shiva den Zutritt zu den Räumen
Parvatis verweigerte, schlug der ihm in einem Anfall
eifersüchtiger Wut den Kopf ab. Parvati flehte daraufhin Shiva
an, ihren Sohn zu retten. Shiva versprach, den abgeschlagenen
Kopf durch den Kopf des ersten vorbeikommenden Wesens zu
ersetzen. Nun ja, als erstes kam ein Elefant vorbei, daher der
Elefantenkopf! Durch diese Wiederbelebungsmaßnahme ist Ganesha
auch zum Sohn Shivas geworden. Und wer diese Geschichte nicht
glaubt, dem hilft vielleicht eine andere: Als die stolze Mutter
den Prachtknaben anderen Göttern vorstellte, richtete auch Onkel
Sani den Blick auf das Kind, worauf der Kopf seines Neffen
Ganesha davonflog. Brahma tröstete die Mutter und versprach, den
Kopf des ersten von Vishnus Reittier Garuda herbeigeschafften
Wesens zu verpflanzen, und so geschah es wie oben erwähnt.
Wieder eine andere Geschichte berichtet Folgendes: Die Dämonen
erdreisteten sich, den Göttern Hindernisse in den Weg zu legen.
Devi schaute in Shivas Antlitz und lächelte. Aus dem Strahlen
ihres Lächelns ging eine Gottheit mit einem Elefantengesicht
hervor. Devi setzte diese Gottheit als Beseitiger von
Hindernissen ein, um den Dämonen Einhalt zu gebieten. Egal wie
es nun geschah: Ein Elefantenkopf auf einem menschlichen Körper
repräsentiert höchste Weisheit. Symbolisch läßt sich der
Elefantenkopf auch interpretieren: Die dicke Stirn schiebt
Hindernisse beiseite. Der Rüssel repräsentiert die
Unterscheidungskraft, die aus Weisheit hervorgeht, denn ein
Elefantenrüssel besitzt die Fähigkeit gröberer (Baumstämme
heben) wie auch sehr feiner (feine Blättchen zupfen)
Kraftausübung. Der Gott erfaßt das Grobe und das Feine, das
Reich der Materie und das des Geistes, und vor allem auch die
Weisheit, beides voneinander zu unterscheiden. Ganeshas große
Ohren und Kopf weisen auf Weisheit hin, die durch Sravana
(Hören) und Manana (Denken) erworben wurden.
Der Name Ganesha beudeutet "Herr der Scharen",
"Herr (Isha) der Vielheit (Ganah)",
"Ganah-Isha". Ganeshas zweiter Name ist Ganapati. Der
Name "Vighnantaka" bedeutet "Der Herr, der die
Hindernisse beseitigt". Auch "Vighnesvara",
"Zerstörer von Hindernissen" oder Vinayaka. Weitere
Namen von Ganesha sind: Ekadanta, "der mit dem einen
Stoßzahn", Varada "der Wohltaten Schenkende" oder
Sidhhita "der, der Erfolg bei der Arbeit gibt". | Ganga
| Personifikation des Flusses
Ganges im Rang einer Göttin, eine der Gattinnen Shivas. Tochter
des Himavatas, Schwester der Uma-Parvati. Hat die Macht,
Gläubige von Sünden reinzuwaschen. Der halbgöttliche Weise
Bhagiratha meditierte rund tausend Jahre lang zu einer Zeit, als
die Erde noch trocken und unbewohnbar war. Shiva gewährte dem
Weisen seinen Wunsch nach Niederkunft des himmlischen Flusses
Ganga, damit die Erde fruchtbar und ertragreich werde. Shiva
bändigte und dämpfte die gewaltige Wucht der herabstürzenden
Wassermassen durch sein aufgetürmtes Haar. Ab da strömt der
Ganges sanft vom Himalaya in die Ebenen Indiens herab und schenkt
Menschen, Tieren und Pflanzen ihre Lebensgrundlage. Seitdem steht
die Flussgöttin Ganga, die auch als Mutter Ganga verehrt wird,
für Wohlstand, Erlösung, Gesundheit und Überfluß. Ganga gilt
als Urbild aller Flüsse Indiens, da laut der Mythologie alle
anderen Flüsse von Ganga abstammen, so beispielsweise auch der
heilige Fluß Yamuna, ein Nebenfluß des Ganges. Außerdem
verheißt Ganga Hoffnung auf das nächste Leben und eine
Wiedergeburt in der Nähe der Götter. Aus diesem Grund gibt es
entlang des Ganges viele wichtige Pilgerorte und heilige Städte.
Die Asche der Verstorbenen wird mit Vorliebe in den Ganges
gestreut. Ganga wird dargestellt als wunderschöne Frau mit
Fischleib statt der Beine. Sie benutzt das Wasserungeheuer Makara
als Reittier. | Garuda
| Vogelmensch, halb Mensch,
halb Adler, Reittier des Hochgottes Vishnu. König der Vögel.
Bedeutet wörtlich "Schlangentöter", Feind der
Schlangen bzw. Nagas. Sohn der Vinata (Tochter des Daksha) und
des Weisen Kasyapa. Er schlüpfte aus einem Ei, welches Vinata
gelegt hatte. Seine Söhne heißen Jatayu und Sampati. Sein
Bruder ist Sagara. Garuda hat Kopf, Schwingen, Krallen und
Schnabel eines Adlers, aber auch Körper und Beine eines
Menschen. Er hat ein weißes Gesicht, rote Flügel und einen
goldfarbenen Rumpf. Garuda haßt alles Böse und ist ein Feind
aller Schlangen. Garuda ist eine der drei tiergestaltigen
Gottheiten der nachvedischen Zeit, die anderen beiden sind
Hanuman und Ganesha. | Gauri
| Form der Devi. Gutherzige
Muttergöttin. Sie wird dargestellt mit einem Löffel und einer
Schüssel voll Reis. Gattin des Mahadewa. Nach ihrem Kampf mit
Durg, den sie besiegte, wandelte sie ihren Namen in
„Durga“ um. | Gajasura
| (Gajasura Samharamurti:) Vernichter
des Elefantendämons. Um Shivas Lingamsymbol versammelte
Brahmanen wurden einst in ihrer Andacht durch einen ausgeflippten
Elefanten gestört. Der Lingam spaltete sich, heraus trat Shiva
und tötete den Elefantendämon. Der siegreiche Shiva steht auf
dem toten Elefantendämon. In seinen acht Händen hält er die
abgezogene Haut des Dämons, Dreizack, Sanduhr-Trommel, Gada
(Keule), Ankusa (Stachelstock zum Elefantentreiben), Danta
(Stoßzahn eines Elefanten), Kapala (Bettelschale). Dabei können
die Attribute je nach Darstellung variieren. Eine der vielen
Erscheinungsformen Shivas als Zerstörer (Samharamurti) | Gayatri
| Brahmas zweite Gemahlin,
neben seiner Hauptfrau Saraswati. Zu dieser Frau kam Brahma, als
seine richtige Frau zwar nicht anwesend war, zur Durchführung
eines bestimmten Rituals aber eine Gemahlin her mußte. So
heiratete Brahma kurzerhand Gayatri. Gayatri hat fünf Köpfe, 10
Arme, die Attribute Vishnus. Sie sitzt auf einem Lotus. Ihre
Gesichter werden mit einem gütigen Ausdruck wiedergegeben.
Gayatri ist die Personifikation einer Hymne aus den Veden an die
Sonne. | Girisha | Erscheinungsform des Shiva
| Gomata | "Kuhmutter", die
göttliche Mutter der Kühe | Gopala | Ein Hirtenjunge in Gokula,
in Wahrheit der versteckte Krishna. | Hamsa | Eine weiße Gans, das
Reittier des Hochgottes Brahma | Hanuman
| Affengott, Anführer bzw.
Heerführer der Affenscharen im Ramayana, Verbündeter Ramas bei
der Befreiung Sitas aus den Händen Ravanas, mit magischen
Kräften versehen. Sohn des Vayu und einer Äffin. Vayu schenkte
ihm die Kraft für Wirbelstürme und die Fähigkeit, zu fliegen.
Außerdem kann Hanuman jede erdenkliche Gestalt annehmen. Eines
Tages traf Hanuman Rama und dessen Bruder Lakshman auf der Suche
nach Ramas Frau Sita, die von dem Dämon Ravana entführt worden
war. Hanuman sammelte eine Affenarmee, um Sita zu finden und zu
befreien. Sie fanden das Versteck auf der Insel Lanka (Sri
Lanka). Der Affengott nahm die Gestalt eines normalen Affen an,
um sich in Ravanas Palast zu schleichen, wo er die von Dämonen
bewachte Sita fand. Sita wollte sich von Hanuman aber nicht
retten lassen, selbst als dieser ihr Ramas Ring zum Beweis seiner
Mission zeigte, da die Ehre Ramas dadurch verletzt würde, wenn
er seine Frau nicht selber rettete. Daraufhin zerstörte Hanuman
mit seiner Armee die Stadtmauern und Ravanas Palast und tötete
eine Vielzahl dessen Wachen. Der Dämonenkönig Ravana
entzündete daraufhin den Schwanz des Affengottes. Hanuman nahm
eine riesenhafte Gestalt an und setzte mit seinem Schwanz die
ganze Stadt in Brand. Dann holte Hanuman Rama, der seine Frau aus
Lanka befreite. Zurück in der Heimat Ramas wollte die
Gefolgschaft Hanumans die Heimreise antreten, nur der Affengott
selbst entschloß sich zum Zeichen der Treue bei Rama zu bleiben.
Wegen seiner großen Hingabe (Bhakti) wird Hanuman von der
Bhakti-Bewegung als Meister über die Zauberkräfte (Siddha)
verehrt. Wegen der Heiligkeit Hanumans haben die in dem Affengott
geweihten Tempeln lebenden Affen absolute Narrenfreiheit und
werden von Pilgern gefüttert. | Hara | Ein Aspekt des Hochgottes
Shiva. „Der Ergreifer“. | Hari | Ein Aspekt des Hochgottes
Vishnu. Siehe Vishnu. | Harihara
| indische Doppelgottheit -
die beiden Götter Shiva (Hara, „der Ergreifer“) und
Vishnu (Hari) zusammen. Soll die wechselseitige Abhängigkeit von
beiden ausdrücken. Harihara wurde im 9. Jh. geschaffen. Seine
linke Seite trägt die Attribute Vishnus – Diskus und
Muschelhorn, die rechte Seite repräsentiert Shiva mit
Ermutigungsgeste und Dreizack. Links trägt er den Schmuck und
die Kleidung Vishnus, rechts die asketische Tracht Shivas. Der
Versuch, beide Götter zu verschmelzen, war eine nette Idee, aber
sie konnte nicht verhindern, daß Vishnuismus und Shivaismus bis
heute nebeneinander bestehen. | Hayagriva | Ein Dämon, der die
Veden stahl, die aus Brahmas Mund strömten. Weil die Veden aber
lebenserhaltend waren, wurde die Welt zerstört. Dieser Dämon
wurde schließlich von Vishnu erschlagen | Himalaya | Vater der Parvati-Durga | Himavats | Herr der Berge, höchster
Berg des Himalaja, Vater der Uma/Parvati/Durga/Kali | Hiranyaksha
| Dämon, ein Asura, der
einst die Welt aus dem Gefüge brachte. Vishnu brachte das in
Form einer Schildkröte, sein Avatara, wieder in Ordnung. Die
Asuras Hiranyakasipu und sein Zwilling Hiranyaksa hatten die Erde
einer brutalen Tyrannei unterworfen, nachdem ihnen Brahma
zugesichert hatte, daß niemand ihnen im Kampfe ebenbürtig sein
solle. Das stieg den Zwillingsdämonen zu Kopfe. Irgendwann
reichte ihnen der Terror auf der Erde nicht mehr, den sie
veranstalteten, sondern Hiranyaksa erschien mit der Keule in der
Hand im Himmel und forderte die Götter zum Duell, die sich aber
versteckt hielten. Daraufhin sprang der Dämon ins Meer, traf
dort Varuna und forderte diesen heraus. Der antwortete geschickt,
nur Vishnu könne es mit ihm aufnehmen. Vishnu hatte unterdessen
die Gestalt eines Wildebers angenommen. Der Eber rettete zuerst
die Weltauf seinen Hauern aus der Welt der Tiefe an einen
sicheren Ort, dann kam es zu einem fürchterlichen Zweikampf
zwischen beiden. Schließlich flüsterte Brahma dem Eber, wie der
Dämon zu besiegen sei. Der Eber traf daraufhin den Dämon mit
den Vorderläufen am Ansatz der Ohren, der Dämon brach zusammen,
die Welt war wieder einmal gerettet. | Hiranykasipu
| Ein Asura. Wurde
von den Göttern mit universeller Macht ausgestattet. Danach
mußte die Welt mal wieder von Vishnu in Form eines Mannlöwen
(Avatara) gerettet werden. Der Zwillingsbruder des vom Wildeber
getöteten Dämonen Hiranyaksa, Hiranyakasipu, wollte nun Herr
der Welt werden. Durch Askese und Selbstkasteiung sammelte er
magische Energie (tapas). Brahma gewährte ihm daraufhin folgende
Wünsche: Kein Wesen der Schöpfung könne ihn töten, ihn werde
der Tod weder durch einen Menschen noch durch ein Tier ereilen,
weder im Hause noch außerhalb des Hauses, weder bei Tage noch
bei Nacht. Als der Dämon sich so mächtig wähnte, daß er
keinen anderen Herrn der Welr mehr anerkennen wollte, war er
"reif": Der Eingangspfeiler seines Hauses spaltete
sich, heraus trat Vishnu in Gestalt eines Mannlöwen:
Löwenhaupt, Löwenpranken, Menschenunterleib. Der Dämon wurde
zerfleischt - auf der Schwelle des Hauses zwischen drinnen und
draußen, bei Abenddämmerung zwischen Tag und Nacht, durch ein
Wesen zwischen Mensch und Tier. Der Mannlöwe rettete die Welt
vor einem dämonischen Herrscher, der die Herschaft der Götter
nicht mehr anerkennen wollte. Großvater der Devaki. | Indra
| höchster vedischer Gott,
souverän und allmächtig, Hauptgottheit in der Rigveda, Held der
Veden, König der Götter (Devas), Gott des Krieges, des Sturmes
und des Donners, Herr des Himmelszeltes, des Regens sowie damit
verbunden der Gott der Fruchtbarkeit. Er versammelt in sich alle
lebenswichtigen und schöpferischen Energien. Er ist der Befreier
der Rinder, die die Feinde der Nomaden der vedischen Frühzeit,
die Dämonen, stahlen und entführten. Dem Glauben nach
bekämpfte und vertrieb Indra die Dämonen der Dürre nach
Einnahme des Saftes Soma mit seinem Donnerkeil Vajra bzw.
Vajrayudha (Blitz) und Kriegsgebrüll (Donner). Der
anschließende Regen war Zeichen des Sieges. Indra steht an der
Spitze der späteren vedischen Göttergeneration der Devas. Er
war Verteidiger der Götter und Menschen gegen die Mächte des
Bösen. Auch die anderen Götter fragten gerne um seine Hilfe an,
wenn es einen Kampf zu führen galt. Indra führte die
nomadischen Arier zum Sieg über die Einheimischen im neuen Land.
Indra war im vedischen Zeitalter der Gott der natürlichen
Elemente wie Regen, Blitz und Donner. Der Legende nach stahl der
Asura Vritra in Form eines mächtigen Drachens das Wasser der
Welt. Indra besiegte erst dessen 99 Festungen, dann Vritra, den
Drachen, selbst. Als Indra den Dämon aufschlitzte, fiel wieder
Regen vom Himmel. Indra hat viele Titel wie Sakra ("der
Mächtige"), Vajri ("der Donnerer"), Purandara
("der Städtezerstörer"), Meghavahana ("Der
Wolkenreiter"), und Svargapati ("der Herr des
Himmels"). Geboren von der göttlichen Mutter Aditi und Sohn
des Kashjapa oder vom Himmelsgott Dyaus Pita und der Erdgöttin
Prthivi. Gatte der Salshi oder der Indrani. Seine Söhne sind
Arjuna, Jayanta, Midhusa, Rbhus, Rsabha und Sitragupta. Indras
Reittier ist der Elefant Airavata. Alternativ fährt Indra auf
einem von seinem Freund Matali gelenkten Wagen (mit (zehn)tausend
Pferden bespannt) über den Himmel (beachte die Analogie zu einem
Sonnengott). Indra, ist schnell - die Geschwindigkeit seines
Gefährts geht über die der Gedanken hinaus. Er symbolisiert
mentale Kraft und repräsentiert erleuchtetes Denken. Seine Waffe
ist Vajra (der Schreckliche“), das sind Blitz und Donner,
die er in seinen Händen hält. Im Kampf benutzt er aber auch
Bogen und Keule als Waffen. Indra wird mit rötlichem Teint
dargestellt sowie mit 2 oder vier langen Armen. Svarga ist Indras
Himmel, in den Wolken, die den Gipfel des Weltenberges Meru
umgeben. Auf Indras Befehl konnte sich dieser Himmel überall
hinbewegen, wo er hin wollte. In Svarga ist eine riesige Halle
für die im Kampf gefallenen Krieger. Indra und seine Gemahlin
Indrani regierten dieses Krieger-Paradies, Apsaras tanzten,
während die Gandharven die Musik dazu machten. Nach einer
anderen Darstellung liegt auf dem Berg Mandara Indras Residenz:
Die Stadt Amarvati birgt seinen von Nandana umgebenen Palast.
Seine Diener sind die 180 Maruts, Götter der wilden Winde. Die
Kriegerkaste der Kshattria verehrte Indra als Kriegsgott. In
brahmanischer Zeit verlor Indra an Ansehen und Macht. Der Gott
ist leicht angeberisch veranlagt und hört sich gerne reden, er
ist recht gesellig, ein zünftiges Trinkgelage mit Soma lehnt er
nie ab. | Janaka | Königlicher Vater Sitas. | Jatayu | Garudas Sohn, Bruder von
Sampati. Beide Brüder halfen Rama beim Kampf gegen Ravana im
Ramayana. | Jyestha | Göttin des Mißgeschickes | Kadru | Tochter des Dakscha,
verheiratet mit Kasyapa, Mutter von tausend vielköpfigen
Riesenschlangen | Kali
| Parvati, Uma, Durga und Kali
sind die Namen für vier verschiedene Aspekte der selben Göttin.
Sie ist die Gattin bzw. Shakti Shivas. Sie ist
die Mutter des Elefantengottes Ganesha und des Skanda
(Karttikeja) sowie des Viraka. Parvati selbst ist die Tochter des
Himalaya (Himavan, Himavats) und der Bergnymphe Mene (Menga), die
selbst vom Weltenberg Meru abstammt. Parvati hat eine Schwester,
Ganga. Parvati kann viele Erscheinungsformen annehmen, dabei sind
die als Parvati und Uma die sanften, gnädigen und friedvollen,
die als Durga (Durgha) und Kali die schrecklichen und rächenden,
wobei Kali noch ein paar Grade furchtbarer ist als Durga, welche
die gemäßigtere Form der zornigen Göttin ist. Als Durga und
Kali tritt sie auf, um das Böse zu bekämpfen.
" Die Dunkle", "die
Schreckliche", "die Schwarze", die "Herrin
der Zeit". Das Wort Kali stammt von dem Wort
"kaala", das sowohl schwarz, als auch Zeit bedeutet.
Kali verkörpert Zeit und Natur. Grausiger, heftiger und
angsteinflößender Aspekt der Göttin. Blutrünstige Göttin der
Zerstörung. Todesgöttin und zugleich Schutzgöttin,
Dämonenbezwingerin. Nach außen ist sie Tod und Zerstörung, in
ihrem Inneren ist sie aber liebevoll und führsorgend. Ihren
aufrichtigsten Anhängern erscheint sie in überaus liebevoller
und beschützender Form. Den Schaulustigen erscheint Kalis Wut
angsteinflößend und zerstörerisch, aber dem geliebten Verehrer
bringt sie Freiheit und Schutz vor seinem eigenen
zerstörerischen Selbst. Wenn man Kali mit Liebe anbetet, hört
ihr drastischer Aspekt auf, Furcht einzuflößen. Sie ist zu
Hause auf Scheiterhaufen und Leichenverbrennungsplätzen.
Entsprechend wird Kali auch begleitet von Tieren, die auf
Verbrennungsplätzen wohnen: Wolf (Vrka), Schakal (Srgala) oder
Hund (Svan). Kali ist auch die Pockengöttin, Sitala, "die
Kalte".
Als Kali wird sie in schwarzer Farbe mit einer
Totenkopfkette und einem Rock aus abgeschlagenen Händen
dargestellt. Um den Hals trägt sie Schlangen oder eine Girlande
aus Totenköpfen (51 menschliche Schädel repräsentieren die 51
Buchstaben des Sanskrit-Alphabets), in der Hand hält sie oft
abgehauene Menschenköpfe. Kali wird mit einem furchterregenden
Gesicht, mit großen, weit hervorstehenden Reißzähnen (die
leuchtend weißen Zähne symbolisieren Sattwa, die Reinheit),
herausgestreckter Zunge (bedeutet Rajas, das aktive Prinzip in
der Natur) sowie einem dritten Auge auf der Stirn dargestellt.
Ihre drei Augen sehen die Vergangenheit, die Gegenwart und die
Zukunft. Insbesondere in Bengalen sind ihre Darstellungen eine
Fratzenmaske mit heraustretenden roten Augen, übergroßem,
breitem Gesicht von dunkler Farbe, mit heraushängender Zunge und
gebleckten Hauern als Zähnen. Als Kali besitzt die Göttin 4
Arme. Dabei zeigt eine Hand ein Mudra, die Geste der Ermutigung
(abhayamudra, Vertreibung von Angst und Förderung spiritueller
Stärke). Die anderen Hände halten einen stilisierten Dreizack,
eine Schlinge, die aus einer Schlange geformt wird, welches
beides auch Symbole Shivas sind, sowie eine Schale, die sowohl
als Almosenschale als auch als Blutschale gedeutet werden kann.
Oder sie wird mit einem Schwert (Churi, Opferschwert, mit dem sie
das Band der Gebundenheit durchtrennt) und einem abgeschlagenen
Dämonenkopf (Rakshasamunda) oder menschlichen Kopf (weist auf
die Zerstörung des Egos ihrer Anhänger hin) abgebildet. Um den
Kopf wird Kali auch mit einer Flammenaureole abgebildet. Kali
wird mit dem linksdrehenden Hakenkreuz assoziiert.
| Kaliya
| schwarze Schlange, lebte im
Fluß Yamuna (Kalindi). Kaliyas Gift tötete jedes Lebewesen am
Flußufer. Die Schlange vergiftete auch das Trinkwasser. In der
Absicht, Kaliya loszuwerden, sprang Krishna in den Fluß. Wütend
biß die giftige Kaliya Krishna wiederholt und wand sich um
seinen Körper. Einige Zeit lag Krishna bewegungslos da. Voller
Kummer saßen alle Gopas (Kuhhirten und -hirtinnen) und Krishnas
Eltern am Flußufer. Krishna befreite sich aus der Umschlingung
und schleuderte die Schlange spielerisch im Kreis. Den Kopf
haltend, begann er auf ihr zu tanzen. Der Schlange trat Blut aus
Augen und Nase und sie zischte voller Wut. Übersät mit
Druckverletzungen von Krishnas Gewicht und schließlich
gebrochen, ergab sich Kaliya. Die Frauen der Schlange beteten zu
Krishna, ihren Mann freizugeben und sie zu retten. Als er ihre
Gebete vernahm, ließ Krishna die Schlange frei und befahl ihr,
sofort den Fluß zu verlassen und ins Meer zu gehen. Der Fluß
wurde wieder süß wie Nektar. Der Kopf der Schlange
versinnbildlicht das Ego des Menschen. Wenn Gott über dem Ego
tanzt, verliert die Person das Gefühl von Individualität und
geht in das Unendliche ein. Die Schlange Kaliya hat fünf Köpfe,
die für die fünf Sinne des Menschen stehen. Nur wenn der Mensch
seine fünf Sinne unter Kontrolle bekommt und sich Gott
übergibt, wird er frei. | Kalki
/ Kalkin
| ein Avatara Vishnus,
der zehnte, kämpft gegen Dämonen und böse Menschen. Dieser
Avatara ist noch nicht erschienen und zukünftig, wenn am Ende
des Zeitalters Kaliyuga die Lobpreisungen der Götter verstummen
und keine vedischen Mantras mehr zu hören sind, wenn die
Angehörigen der Kasten ungläubig werden, wenn die Dienerkaste
die Könige stellt. Kalkin wird im Ort Sambhala zur Welt kommen
und in eine Brahmanenfamilie geboren werden. Er ist mit einem
Skimitar bewaffnet und reitet ein weißes Roß. Er hat vier Arme.
Eine Hand zeigt ein Mudra, die Darlegungsgeste (Vitarkamudra). In
den drei anderen Händen hält Kalkin das Skimitar-Schwert, das
Vishnu-Attribut des Muschelhornes sowie den Diskus oder das Rad.
Er wird das Böse ausrotten und die Guten belohnen, die Konten
des Karma ausgleichen. Er ist ein apokalytischer Avatara und wird
das gegenwärtige Zeitalter beenden und sich auf den Wassern
schlafen legen. Er wird wieder Brahma hervorbringen, der eine
neue Welt inaugurieren wird. Dann wird ein neues Krtayuga
anbrechen. | Kama/Kamadewa | Sonnen- und Liebesgott.
Geboren von Hochgott Brahma und Maya, Gatte der Rati. Sein
Reittier ist ein Papagei oder auch ein Spatz. | Kamalaksha | Sohn eines Dämons.
Sein Bruder heißt Tarakaksha. | Kamsa
| König der Dämonen, Sohn
des Ugrasena und Schwester der Devaki, König und Tyrann von
Mathura, Onkel Sri Krishnas mütterlicherseits, kerkerte Krishnas
Eltern ein, Krishna wurde seiner Gewalt durch einen Austausch
entzogen. Ständig heckte Kamsa Mordpläne für Krishna aus, da
er fürchtete, Krishna würde eine Prophezeihung erfüllen und
ihn töten. Kamsa entging seiner Prophezeihunh nicht. | Kartikeja
| Gott des Krieges, General des Götterheeres (Devasenapati) im
Kampf gegen die Dämonen. Er vernichtete viele Dämonen, u. a.
Taraka.
Geboren von Durga und Hochgott Shiva. Bruder
Ganeshas. Genaugenommen ist Kartikeja nur der Sohn Shivas: Beim
Beischlaf mit Parvati kam es zu einem Coitus interruptus, Shiva
ließ seinen Samen ins Feuer laufen. Das Feuer konnte ihn nicht
behalten und gab ihn an die Göttin Ganga weiter. Auch diese
wollte den Samen nicht haben. Unter Mißachtung aller
biologischer Regeln war aus dem Samen aber inzwischen schon ein
Embryo geworden, den die Flußgöttin zwischen Schilf am Berge Udaya
ablegte, wo Skanda dann auch zur Welt kam. Er wurde von den 6
Sternymphen (Plejaden) genährt. Trotz der besonderen Umstände
seiner Geburt wird Skanda von Parvati als Sohn akzeptiert.
Dargestellt wird er manchmal mit 6 Köpfen, welche
in ihrer Anzahl an die 6 Sternnymphen erinnern, 2, 4, 6 oder 12
Armen. Sein Reittier ist ein Pfau (Mayura).
Kartikeja wird auch Skanda genannt. Skanda bedeutet
"der Sprungkämpfer", Kartkeja ist abgeleitet von den 6
Krttika-Sternnymphen (Plejaden). In Südindien trägt er auch den
Namen Subrahmanya, der "Brahmanenfreund". Eine weitere
Bezeichnung ist "Kumara", der junge Mann. | Kashjapa | "schwarzzahnig"
- Name eines Heiligen der 10 Rishis | Kasumamodini | Berggöttin | Kasyapa
| göttlicher Seher und Herr
des Polarsterns, Vater von Garuda, Vater von Aruna sowie von 1000
vielköpfigen Riesenschlangen. Ihm wurden Vinata und Kadru
angetraut. | Kauravas | Die Sippe der
Bösewichter aus der Mahabharata, Personifizierung des Bösen
(Duryodhanas), Gegner der Pandavas, 100 Söhne des
Dhritarashtras. | Krishna
| "Der Schwarze".
Achte und beliebteste Inkarnation Vishnus (Avatara), göttlicher
Held und Krieger im Kampf gegen Kamsa und die Kauravas, Gottheit
der Bhagavadgita, Lehrer des Mahabharata-Helden Arjuna. Um 1500
v. Chr. Sohn des Vasudeva und der Devaki, aber von Yashoda
aufgezogen. Gleich nach seiner Geburt wurde er einer Familie von
Kuhhirten (Nanda und Yasoda) übergeben (um genau zu sein: gegen
das dort soeben zur Welt gekommene Mädchen ausgetauscht), um ihn
vor dem bösen König Kamsa zu verstecken, der gelobt hatte, ihn
zu töten. Er wuchs als Kuhhirte auf, was auch in vielen
bildlichen Darstellungen anklingt. Es gibt viele
Krishna-Vorstellungen, z. B. Krishna als der blauhäutige,
flötenspielende Hirtengott, als „mutwilliger“ Knabe,
als stattlicher Jüngling, Krishna als oberster Herr des
Universums, Krishna als Gott der Kuhherde oder - die bedeutendste
Verkörperung - als Kriegsheld, Vetter und Begleiter der Pandawas
bei ihrem Kampf gegen die Kauravas in der Mahabharata. Gatte der
Rukmini. Es gibt unendlich viele Heldengeschichten über Krishna,
die hier jeden Rahmen sprengen würden. | Kubera | Gott des Reichtums und des
Wohlstandes | Kunti
| Frau des Pandu, des
Stammvaters der Pandava, Mutter von dreien der fünf Pandavas:
Yudhisthira, Bhima, Arjuna, sowie von Basusena = Karna, der bei
Adoptiveltern (Adhiratha und Radha) aufwächst. Alle vier Kinder
wurden vor der Ehe mit Pandu gezeugt, Basusena mit dem
Sonnengott, Yudhisthira mit Yama, Bhima mit dem Windgott Vayu,
Arjuna mit dem Regengott Indra. | Kurma
| ein Avatara Vishnus in
Gestalt einer Schildkröte. Einst verloren die Götter aufgrund
eines Fluches ihre Jugend. Sie wurden runzlig und bekamen graue
Haare. Vishnu wußte Rat: Allein der TRank Amrata (Todlosigkeit)
könne helfen, er sei aber sehr schwer zu gewinnen, denn er
müsse aus dem Milchozean gewonnen werden. Alleine würden es die
Götter nicht schaffen, deshalb wurde ein Waffenstillstand mit
den Dämonen (Asuras) vereinbart, und gemeinsam quirlten sie den
Milchozean. Wie quirlt man einen Ozean? Als Griff wurde der Berg
Mandara genommen, als Stab die Schlange Vasuki. Aber der Berg war
ohne Stütze und sackte nach unten weg. Daraufhin nahm Vishnu die
Gestalt einer Schildkröte an, tauchte in den Milchozean und nahm
den Berg Mandara auf ihren Rücken, während die Götter das Meer
quirlten und das Lebenselixier gewannen. Insgesamt kamen im Laufe
der Quirlung 13 Schätze zum Vorschein, darunter die Göttin Sri
Lakshmi, der Ayurveda-Arzt Dhanvantari mit dem Lebenselixier in
der Hand etc. So rettet die Schildkröte die komplizierte
Gewinnung des Elixiers, das den Göttern und damit der Welt den
Fortbestand sichert. | Kuru | Begründer der Sippe der
Kauravas, Sohn des Somavarmas und der Tapati, Urenkel des
Bharata. Vater von Pratipa. Urgroßvater von Bhisma. | Lakshmana | Halbbruder des Rama | Lakschmi
| Göttin des
Glücks und der Schönheit, sie ist die Kraft, die die Schöpfung
erhält. Mit "goldener Hand" segnet sie alle Anhänger
mit Wohlstand, wenn diese sie aufrichtig verehren. Wohlstand
beinhaltet mehr als einfach materiellen Reichtum. Dazu gehören
moralische und ethische Werte, die nobleren Aspekte des Lebens,
mentale Kraft und intellektuelle Stärke. Als Göttin des
Glückes und des Wohlstandes ist sie die Göttin guter Geschäfte
für indische Kaufleute.
Sie ist die Gattin des Hochgottes Vishnu. Vishnu verfügt über
allen Reichtum, den er durch Lakshmi, der Göttin des Wohlstands,
seine Shakti, manifestiert.
Siesitzt auf einer Lotusblüte ( oder auch
stehend), mit roten Lotusblüten in den Händen, was bedeutet,
daß sie in der Höchsten Realität verankert ist. Sie erinnert
damit den Menschen an sein letztendliches Ziel. Sie besitzt
insgesamt zwei vier Hände, zwei davon halten Lotusblüten. Wenn
sie vier Arme hat, erteilt sie mit den restlichen zweien den
Segen, entweder in der Wunschgewährungsgeste (Varadamudra) oder
in der Schutzverheißungsgeste (Abhaya-Mudra). Lakshmi trägt
meist ein Brustband, im Gegensatz mit der oft ähnlich
dargestellten Parvati, die kein Brustband hat. Aus ihren Händen
regnen manchmal Geld und Reichtum. Eine besondere Darstellung ist
die als Gajalakshmi: Rechts und links von ihr stehen zwei
Elefanten, die mit ihren Rüsseln Wasser aus Kugelvasen über die
Göttin gießen. Wasser bedeutet Fruchtbarkeit und Leben und ist
die Voraussetzung für Glück und Wohlstand. Diese Darstellung
ist oft über dem Türbalken indischer Häuser abgebildet und
drückt den Wunsch nach Glück, Fruchtbarkeit und Fülle in
diesem Anwesen aus.
Ihre Entstehung kam bei der Quirlung des
Milchozeanes zum Vorschein. Dämonen und Götter wühlten einst
zusammen den Milchozean auf, um das Lebenselixier zu gewinnen.
Als Griff des Rührstockes benutzten sie einen Berg, als Seil
eine Schlange. Durch die Quirlung zogen sie mit vereinten
Kräften verschiedene Schätze aus den verborgenen Tiefen des
Milchozeanes, darunter das Lebenselixier. Auch die Göttin
Lakshmi entstieg dabei dem Ozean; sie trug dabei eine Girlande.
Sie vermählte sich dann mit dem Hochgott Vishnu. Der Ozean steht
dabei symbolisch für den reinen Geist des Suchers. Der Vorgang
des Aufwühlens reinigt die innewohnenden Tendenzen des Menschen.
Ist der Sucher durch seine spirituellen Bemühungen eins mit der
höchsten Realität, gewinnt er auch spirituelle und weltliche
Reichtümer. Und die Begleiterscheinung dieses Prozesses ist die
Wahrheit, repräsentiert durch Lakshmi.
Lakshmis Avatara: Lakshmi ist ihrem gatten eine treue Gemahlin.
Wenn er als Avatara mal wieder die Welt retten muß, ist sie
ebenfalls als Verkörperung an seiner Seite, so begleitet sie den
Zwerg als Padma, den Rama mit der Axt als Dharani, Rama aus dem
Ramayana als seine Frau Sita, auch Krishna begleitet sie in Form
des Mädchens Radha.
Lakshmi ist auch als „Sri“ bekannt, „die
Schöne“, als „Jaladhija“, „die aus dem Ozean
Geborene“. Der Name „Gajalakshmi“ kennzeichnet
eine bestimmte Darstellung mit Wasser gießenden Elefanten,
„Dipalakshmi“ ist eine Lakshmi-Darstellung in dienender
Pose mit Öllampe. | Lingam
| Phallussymbol, Symbol
Shivas. Wichtigstes Kultbild der Shivaiten. Steht für die
Schöpferkraft des Gottes. Ein Lingam bildet das Allerheiligste
eines jeden Shiva-Tempels. Meist handelt es sich um eine glatte
Steinsäule auf einem Stufensockel, der zu einem weiblichen
Genital (Yoni) ausgeformt sein kann. Um die Entstehung des
Lingams als Symbol ranken sich viele Legenden, z. B. diese: Shiva
meditierte im Himalaya, vor lauter Askese abgemagert und
ausgezehrt. Einige Rishis, deren Frauen Shiva verführte,
schlugen im Zorn Shiva das Glied ab, worauf die Erde in
Dunkelheit verfiel und der Lingam zu solch unermeßlicher Größe
heranwuchs, dass er die Welt zu spalten drohte. Erst da erkannten
die Rishis Gott Shiva und mußten sich verpflichten, ihn in der
Form des Lingam auf immer zu verehren. Eine andere Legende geht
von einem Streit der drei mächtigsten Götter Brahma, Vishnu und
Shiva über die Vorherrschaft aus. Derjenige, der das größte
Wunder verbringt, sollte als mächtigster Gott anerkannt werden.
Plötzlich erschien ein kosmischer Riesenphallus aus Feuer, der
so groß war, dass Vishnu und Brahma auf ihren Reittieren Anfang
und Ende nicht erreichen konnten. Die Feuersäule öffnete sich
und Shiva trat heraus. Die beiden anderen Götter mußten ihn
nach dieser Machtdemonstration als mächtigsten Gott anerkennen. | Lokapala | vedische Schutzmächte
der vier Himmelsrichtungen | Madri
| Zweite Frau des Pandu, des
Stammvaters der Pandavas. Madri ist die Mutter von zweien der
fünf Pandavas, von den Zwillingen Nakula und Sahadeva. Sie
wurden mit dem himmlischen Zwillingspaar Ashvin gezeugt, nicht
von Pandu. | Mahabahu | Sohn des Duhsasana, Enkel
des mythologischen Königs Dhritarashtras. Aus der Sippe der
Kauravas (Mahabharata). | Mahadevi | Gemeint ist Parvati,
Gattin Shivas | Mahayogin
| Der große Asket. Shiva
ist der Herr des Yoga und der Yogis, oft dargestellt in tiefer
Meditation – versunken in der Freude der Glückseligkeit.
Halknackt, den Körper mit weißer Asche beschmiert, hockt er in
den Höhlen des Himalaya, in Askese (Tapasvita) lebend, in
Meditation versunken. Die Hände halten einen Rosenkranz
(Aksamala) oder sind in der Dhyana-Mudra (Meditationsgeste)
übereinander gelegt. Als Mahayogin ist Shiva ein statischer
Gott. | Mahisha
| büffelgestaltiger Todesdämon, Personifizierung des Todes
Dämon des Todes, Fürst
der Hölle. Wurde
von Durga/Kali besiegt. Nach der Mahabharata war es aber Skanda,
der Mahisha besiegte. | Maitreya | Der Buddha der Zukunft. | Maja | Göttin der Täuschung,
Mutter der Illusion, ihr Sohn ist Kamadewa. Vgl. Krishna-Legende | Makara | Meeresungeheuer, dient
Göttern als Reittier, vor allem Varuna | Makaras | Erddämonen | Manasa | Göttin der Schlangen,
Schlangengöttin, Tochter von Kasyapa und Kadru, der Schwester
des Schlangenkönigs. Schutzgöttin bei Schlangenbissen. | Mangala | Sterngottheit, für den
Mars zuständig | Manu
| einer der Schöpfergötter
und zugleich der erste Mensch, geboren vom Surya und von der
Saranyu. Ahnherr des Menschengeschlechtes. Schuf die
Kastengesetze. Mutmaßlicher Autor des einflußreichen
Gesetzesbuches Manus, des Mana-dharma-shastra | Martanda
| "Der
Feuervogel". Er ist ein Adityas und auch ein Aspekt des
Surya, er wird tot geboren, aus ihm entstand das Sonnengestirn.
Seine Söhne sind die Ashvins und Revanta. | Maruts
| Niedrige Götter der
wilden Winde, wilde und unbändige Sturmgötter, in vedischen
Zeiten Söhne des Rudra, Gefährten Indras, sie begleiten Indra
in den Kampf und dienen ihm bei Hofe. Ihre Zahl wird
widersprüchlich angegeben, mal sind es 2, mal 27, mal 60 und
manchmal 180 an der Zahl. Ihr Charakter ist aggressiv und wild.
Sie treiben die Wolken über den Himmel, sie fällen Bäume
verursachen Schaden. Im Ramayana wird Ihre Entstehung erzählt.
Ihre Mutter ist die Göttin Diti. Über die Geburt der Marutas
wird berichtet, daß Indra seinen Donnerkeil in den Schoß der
schwangeren Ditis jagte, worauf der Fetus in viele Einzelteile
zerschmettert wurde. Weit davon entfernt, vernichtet worden zu
sein, entstanden aus diesen Bruchstücken die vielen Marutas. | Maruti | Ein in Maharashtra
gebräuchlicher Name für Hanuman | Matali | Der Wagenlenker des
Regengottes Indra und sein Freund | Matarisvan | Vedischer Götterbote | Matsya
| ein Avatara Vishnus in
Gestalt eines gehörnten Fisches. Nach der Zerstörung durch
Hayagriva rette dieser gehörnte Fisch die Welt. Hayagriva war
ein Dämon, der die Veden stahl, die aus Brahmas Mund strömten.
Weil die Veden aber lebenserhaltend waren, wurde die Welt
zerstört. Matsya trat gegen die Sintflut an – er erschien
dem König Satyavrata (oder auch Manu) und seiner Familie. Als
winziger Fisch ließ er sich fangen und wuchs unermeßlich, so
daß er ständig in größere Gefäße umgesetzt werden mußte.
Er warnte den Satyavrata, daß in 7 Tagen Erde, Luftraum und
himmel im Ozean der Auflösung untergehen würden, daß er ein
Boot zusammen mit sieben Weisen und allen Arten von Pflanzen,
Samen etc. besteigen solle. So geschah es. Satyavrata konnte das
Boot an dem Horn des gehörnten Fisches festbinden, als Seil
benutzte er den Schlangenkönig Vasuki. Der große Fisch zog das
Boot zum Himalaya, der noch aus den Fluten herausragte. Als das
Wasser sank, hatten nur die Insassen des Bootes überlebt.
Satyavratu-Manu wurde zum Urvater einer neuen Menschheit, und aus
den Samen und Pflanzen entsproß eine neue Natur. Diese Legende
hat Analogien zur biblischen Sintflut, und wie Noah entkam
Satyavrata den Fluten mit einer Arche, besetzt mit den Tieren der
Erde und den Vögeln der Lüfte. | Menakas | himmlische Kurtisane aus
der Mahabharata | Menga | Tochter des heiligen
Weltenberges Meru, Bergnymphe, Mutter der Parvati, Gattin des
Himalaya bzw. Himavan bzw. Himavats, Mutter der Ganga | Mitra
| alter vedischer Gott. Ein
Aditya. Lichtgott. Sonnengott. Auch Gott der Freundschaft und des
Vertrages. In römischer Zeit auch in Europa unter dem Namen
Mithras bekannt. Zwillingsbruder Varunas, viele Ähnlichkeiten in
der Zuständigkeit. Aber er war von freundlicherem Gemüt als
sein Bruder und hatte einen guten Draht zu den Menschen und
vermittelte zwischen diesen und den Göttern. In vor-vedischer
Zeit wesentlich mächtiger, dann wurde ihm mehr und mehr der Rang
von anderen Göttern abgelaufe | Mohini | weibliche Inkarnation von
Vischnu | Nabhija | siehe Brahma. „Der
aus dem Nabel (Vishnus) Geborene“ | Nagas
| Schlangenvolk, halb Mensch,
halb Schlange, Überbringer der Fruchtbarkeit. Sie leben in der
unterirdischen Stadt Bogavati. Ihr König ist Sesha. Nagas
bringen Regen und damit Fruchtbarkeit, aber auch Flut und
Überschwemmung. Schutzgottheiten der Quellen, Brunnen und
Gewässer. | Nakula | Einer der fünf Pandavas,
der „Guten“ der Mahabharata. Sohn der Madri, den sie
mit dem himmlischen Zwillingspaar Ashvin zeugte und in die Ehe
mit Pandu einbrachte. Gatte der Draupadi, wie seine vier Brüder
auch | Nanda | Kuhhirte des Kansa. Gatte
der Yashoda. | Nandi | Ein Stier, Reittier des
Hochgottes Shiva | Nara | eine Inkarnation des
Hochgottes Vishnu. | Narada | Sohn von Brahma, ein
Brahmarshi (höchster Rang eines Weisen) | Narasinha
| Mannlöwe, Avatara
Vishnus. Rettete die Welt, nachdem sie durch die Herrschaft des
Asura Hiranyakashipu aus dem Gleichgewicht geraten war. Der
Zwillingsbruder des vom Wildeber getöteten Dämonen Hiranyaksa,
Hiranyakasipu, wollte Herr der Welt werden. Durch Askese und
Selbstkasteiung sammelte er magische Energie (tapas). Brahma
gewährte ihm daraufhin folgende Wünsche: Kein Wesen der
Schöpfung könne ihn töten, ihn werde der Tod weder durch einen
Menschen noch durch ein Tier ereilen, weder im Hause noch
außerhalb des Hauses, weder bei Tage noch bei Nacht. Als der
Dämon sich so mächtig wähnte, daß er keinen anderen Herrn der
Welr mehr anerkennen wollte, war er "reif": Der
Eingangspfeiler seines Hauses spaltete sich, heraus trat Vishnu
in Gestalt eines Mannlöwen: Löwenhaupt, Löwenpranken,
Menschenunterleib. Der Dämon wurde zerfleischt - auf der
Schwelle des Hauses zwischen drinnen und draußen, bei
Abenddämmerung zwischen Tag und Nacht, durch ein Wesen zwischen
Mensch und Tier. Der Mannlöwe rettete die Welt vor einem
dämonischen Herrscher, der die Herschaft der Götter nicht mehr
anerkennen wollte. | Narayana | Schöpfergott der Erde | Nataraja
| Shiva, der König des
Tanzes. Tanzender Shiva. Shiva steht in der Tanzkunst über allen
Göttern, er ist Meister aller 108 Tanzformen. Shiva tanzt jeden
Abend, um die Leiden von Geschöpfen zu lindern und um die
Götter zu unterhalten, die sich am Kailash-Berg einfinden. Shiva
wird mit vier Händen und zwei Beinen in Tanzposition stehend
dargestellt, von einem Flammenring umgeben, eine Sanduhr-Trommel
(Damaru, repräsentiert den Rhythmus sowie Ton des Tanzes sowie
der Schöpfung) in der oberen rechten Hand und Feuer (Pralayagni,
versinnbildlicht das Feuer, das am Ende der Zeit die Welt
zerstört, Shiva als Weltzerstörer) in seiner linken oberen Hand
haltend. Die untere rechte Hand befindet sich in der Stellung des
"Abhaya-Mudra" (Schutzgewährungs-Geste, Zeichen von
Furchtlosigkeit). Die linke untere Hand weist auf den erhobenen
linken Fuß. Fliegende Haarflechten deuten wilde Tanzbewegungen
an. In seinen Haaren sind eine Mondsichel und die Göttin Ganga
dargestellt. Gemäß der Legende versuchten einige irrgläubige
Rishis Shiva durch magische Gesänge zu vernichten. Shiva
erkannte die drohende Gefahr und fing an zu tanzen, wodurch die
negativen Kräfte der Rishis neutralisiert wurden. Die Rishis
wurden sauer und schufen den ignoranten Zwerg Aspama (auch
Apasmara Purusha), der sich auf Shiva stürzte. Der böse Zwerg
geriet aber bei seinem ersten Angriffsversuch unter einen Fuß
des tanzenden Shivas, wodurch ihm das Rückgrat zerbrochen wurde.
Die Vernichtung des Zwerges Aspama steht für die Befreiung der
Welt von Ignoranz und Unwissenheit. Der böse Dämon, auf dem
Shivas rechter Fuß steht, symbolisiert die Unwissenheit, die uns
unser Gleichgewicht und Bewußtheit verlieren läßt. Der Shiva
auf den meisten Darstellungen als Nataraja umgebende Feuerbogen
symbolisiert die Ursilbe der Schöpfung Om bzw. Aum. Shivas
Freudentanz (Anandatandava) symbolisiert einen unaufhörlichen
Prozeß von Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. | Nilakantha
| Shiva wird auch
Nilakantha ("Blauhals") genannt, weil er das Gift
trank, das die Welt zu zerstören drohte, als die Götter und
Dämonen den Milchozean quirlten, um das Lebenselixier zu
gewinnen. Das Gift blieb in Shivas Hals, wodurch die äußere
Welt und auch Shiva selbst gerettet wurden. Aber das Gift färbte
seinen Hals blau. | Nirriti | Vedische Göttin
der Zerstörung. Verheiratet mit Nirrta, der genauso ein
Zerstörer ist. | Padma
| Lakshmi nahm, um ihrem
Gatten Vishnu in seinen Inkarnationen als Avatara nahe zu
bleiben, die Gestalt seiner jeweiligen Partnerin an. Dem Zwerg
Vamana war Lakshmi die Padma. | Panchanana | Der mit den fünf
Gesichtern. Diese Darstellung Shivas vereinigt gleich fünf
Eigenschaften Shivas in einer: Isana (Herrscher), Tatpurusa
(höchster der Menschen), Aghora (ohne Furcht oder Furcht
einflößend), Vamadeva (Gottheit der linken Hand) und Sadyojata
(der plötzlich Geborene) | Pandavas
| Die „Guten“ der
Mahabharata, die fünf Söhne des Pandu. Ihre Namen sind Arjuna,
Yudisthira, Bhima, Nakula und Sahadeva. Alle fünf Pandavas haben
Draupadi zur Frau. Die fünf Brüder sind Vettern des Krishna. In
der Mahabharata bekämpfen sie die Kauravas | Pandu
| Vater der fünf Pandavas und
Bruder des Dhritarashtras. Die 5 Söhne wurden aber nicht von ihm
gezeugt, sondern von Göttern: Yudhisthira, Bhima, Arjuna sowie
Basusena = Karna, der bei Adoptiveltern (Adhiratha und Radha)
aufwächst, sind Kinder Kuntis, vor der Ehe gezeugt, Basusena mit
dem Sonnengott, Yudhisthira mit Yama, Bhima mit dem Windgott
Vayu, Arjuna mit dem Regengott Indra. Die Zwillinge Nakula und
Sahadeva wurden von Pandus zweiter Frau Madri mit dem himmlischen
Zwillingspaar Ashvin gezeugt | Parashurama
| ein Avatara Vishnus.
Parashu-Rama oder auch Parasurama kämfte gegen die Herrschaft
der Kshatriyas (Kriegerkaste). Die Brahmanen waren die Hüter der
Spiritualität und Vermittler zwischen Menschen und Götter. Die
zweite Kaste, die Kshattriyas, waren die Kriegerkaste, welche die
politische und militärische Macht im Lande hatten. König
Kartavirya-Arjuna piesackte den Brahmanen und Einsiedler
Jamadagni. Parasurama, Vishnus Inkarnation als jüngster Sohn des
Einsiedlers, rächte die Missetaten des Kshattriya-Königs. Er
erschlug alle Soldaten mit der Axt und auch den König selbst und
nach dem späteren Mord an dem Einsiedler auch die Söhne des
Königs, die die Untat begangen hatten. Die Geschichte zeigt,
daß die Welt trotzdem der Willkür der Kriegerkaste nicht
hilflos ausgeliefert ist. | Parvati
| Parvati, Uma, Durga und
Kali sind die Namen für vier verschiedene Aspekte der selben
Göttin. Sie ist die Gattin bzw. Shakti Shivas. In feierlicher
Zeremonie wurde sie ihm mit Brahma selbst als Priester angetraut.
Sie ist die Mutter des Elefantengottes Ganesha und des Skanda
(Karttikeja) sowie des Viraka. Parvati selbst ist die Tochter des
Himalaya (Himavan, Himavats) und der Bergnymphe Mene (Menga), die
selbst vom Weltenberg Meru abstammt. Parvati hat eine Schwester,
Ganga. Parvati kann viele Erscheinungsformen annehmen, dabei sind
die als Parvati und Uma die sanften, gnädigen und friedvollen,
die als Durga (Durgha) und Kali die schrecklichen und rächenden,
wobei Kali noch ein paar Grade furchtbarer ist als Durga, welche
die gemäßigtere Form der zornigen Göttin ist. Als Durga und
Kali tritt sie auf, um das Böse zu bekämpfen.
Parvati ist die Weltenmutter, die anmutige, sanfte und gütige
Göttin und göttliche Mutter. Sie ist Herrin über Leben und
Tod, kann Leben schenken, aber auch zerstören. Sie ist die
Shakti des Hochgottes Shiva - Shiva vermag nichts ohne sie, denn
sie ist im Shaktismus das weiblich-dynamische und aktive
Gegenstück zu ihm. Der Name "Parvati" bedeutet
"Tochter der Berge" und spiegelt ihre Abstammung wider.
Parvati ist auch die Wiedergeburt von Sati.
Darstellung: sitzend oder stehend, in der rechten Hand eine
Lotusknospe haltend. Bei plastischen Skulpturen sind oft die
Finger der rechten Hand zu einem Ring geschlossen, damit die
Gläubigen ihr frischen Lotus geben können. Lakshmi wird in
gleicher Haltung portraitiert, aber Lakshmi ist an einem
Brustband zu erkennen, welches Parvati fehlt. Parvati ist
dunkelhäutig. Ihr Reittier ist ein Löwe. | Pavanai | Auch Vayu genannter
Windgott, Vater des Affengottes Hanuman | Pradyumna | Sohn von Krishna und
Rukmini. Entführt vom Dämon Sambara. | Prajapati
| "Herr der
Wesen", Weltschöpfer, uranfänglicher Schöpfergott
männlicher Gestalt. Als Ursprung und oberster Herr aller Wesen
gilt in vedischer Zeit die Gottheit Prajapati. Er wird als das
erste Wesen gedacht. Er ist der Herr der Geschöpfe sowie der
Vater der Götter, Dämonen und aller anderen Geschöpfe. Die
Silbe "Bhuh" aussprechend brachte er die Erde hervor,
mit der Silbe "Bhuvah" erschuf er die Luft und
"Svah" singend erschuf er den Himmel. Aus seinem Atem
Asu schuf er zuerst die Asuras sowie die Suras, danach die
Menschen und Tiere der Erde. Die Suras wurden zu den
"Guten", die Asuras zu den "Mächtigen", die
in Opposition zu den Devas gingen und schließlich von den
Suras/Devas besiegt wurden, worauf die Asuras zu Dämonen wurden.
Am Anfang opferten sich die Götter ihm selbst, aus diesem Opfer
entstanden Mond, Sonne, Götter, Himmel, Erde und die
Himmelsrichtungen. Aus seinem eigenen Körper erschuf er die
Welt. Aus seinem Mund wurde die Priesterkaste, die
Brahmanen, aus seinen Armen wurde die Kriegerkaste, die
Kshatriyas, aus seinen Beinen wurde die Kaste der Bauern und
Kaufleute, die Vesiyas, und aus seinen Füßen schließlich
entstand die Arbeiterkaste, die Sudras. In einer anderen Variante
der Schöpfungsgeschichte wird erzählt, daß aus seinem Atem ein
Bulle entstand, aus seiner Seele ein Mensch, aus seinen Augen ein
Pferd, aus seinen Ohren ein Schaf und aus seiner Stimme eine
Ziege.
Brahma ist eine Weiterentwicklung von Prajapati im späteren
Hinduismus. Neu ist, daß er nun allein für Schöpfung
zuständig ist. In vedischer Zeit teilten sich noch viele Götter
in die Schöpfungsgewalt, Prajapati war lediglich das erste
Wesen. Macht zur Schöpfung hatten dagegen mehrere Götter. Das
ist jetzt anders. Brahma ist allein für die Entstehung der Welt
zuständig. Brahma erschafft die Welt immer wieder neu, wenn sie
zerstört wird.Seine Darstellung ist jetzt die eines
vierköpfigen und vierarmigen Gottes, der auf einem großen,
weißen Lotus sitzt, dessen Stengel dem Nabel Vishnus entspringt.
Er hält in den Händen ein Palmblattmanuskript, das Symbol der
Veden. Eine weiße Hamsa (Brahmanengans) ist Brahmas Reittier.
Seine Gemahlin ist Sarasvati. Sarasvati ist eine Mischung aus der
vedischen Flußgöttin Vak und einer Flußgöttin, sie ist
zuständig für die schönen Künste und Gelehrsamkeit. Brahma
ist einer der ganz großen Aufsteiger der nachvedischen Zeit, hat
er es doch zu einem der drei Hochgötter und Teil des Trimurti
geschafft. | Pratipa | Sohn von Kuru aus der
Sippe der Kauravas, Großvater des Bhisma | Preta | ein hungriger und durstiger
Geist | Prisni | Frau Rudras in vedischer
Zeit, Mutter der Maruts, Göttin der Erde und der Dunkelheit | Prithiri | die Erde, Mutter aller Wesen | Pururava | Gatte der Urbashi, der
himmlischen Kurtisane, Großvater von Bharata, dem Begründer der
Bharata-Sippe aus der Mahabharata. | Purusha
| Urwesen, Urmensch mit 1000
Köpfen, 1000 Augen und 1000 Füßen, aus dessem Körper das
Universum hervorging. Seine Seele wurde zum Morgen, seine Augen
zur Sonne, sein Atem zur Luft, sein Haupt zum Himmel, seine
Füße zur Erde und seine Ohren zu den Himmelsrichtungen. Aus den
Körperteilen des Purusha entstanden die vier wichtigsten Kasten:
Die Priester aus dem Mund, die Krieger aus den Armen, die
Kaufleute aus den Schenkeln und die Bauern und Diener aus den
Füßen. Vater der Viraj. Auch als maskuline Hälfte des Brahma
bezeichnet. | Putana | "Die
Zersetzende", eine Dämonin, nahm die Gestalt eines schönen
Milchmädchens an, um im Auftrag Kamsas Krishna zu vergiften.
Tochter von Bali. | Radha | Hirtenmädchen, Avatara der
Göttin Sri Lakshmi. Lakshmi nahm, um ihrem Gatten Vishnu in
seinen Inkarnationen als Avatara nahe zu bleiben, die Gestalt
seiner jeweiligen Partnerin an. Dem Krishna war sie die Radha. | Rahu | Ein Dämon. Der Verursacher
von Sonnen- und Mondfinsternissen. Sein Wagen ist mit 8 schwarzen
Rössern bespannt, darin jagt er über den Himmel, das Maul weit
geöffnet, um Sonne oder Mond verschlingen zu können.
Dargestellt als Drachenhaupt ohne Körper. | Raksha | Eine Kategrie böser
Geister, die ab und zu auch mal nett sein können. Ihr Anführer
ist Ravana (der, der im Ramayana Sita entführte). | Raktavija | Ein Riesengeneral, der
von Kali/Durga getötet wurde. | Ram | allgemein eine Gottheit | Rama
| Auch Rama-Chandra. Wörtlich
"Freude schenkend". Göttlicher Held der
Sonnendynastie. Ein Avatara, die siebte Inkarnation des
Hochgottes Vishnu. Held des Ramayana. Um 2500 v. Chr., gegen Ende
der zweiten Weltphase war Ravana ein zehnköpfiger Dämonenfürst
auf der Insel Lanka (Sri Lanka). Durch eiserne Askese hatte er
sehr viel magische Energie angesammelt, die ihm große Macht
verlieh, so daß die Welt in Ungleichgewicht geriet. Sogar die
Götter bekamen es mit der Angst zu tun und baten Vishnu, sich
des Problems anzunehmen. Vishnu inkarnierte sich als Rama, um die
Welt von dem Dämonen zu befreien. Verheiratet mit Sita, die ihm
von Ravana entführt wird. Sohn des Dasaratha, Halbbruder des
Lakshmana, des Satrughna und des Bharata. Kämpft im Ramayana
gegen den Rakshasa-Asura Ravana, wobei ihm Hanuman mit seiner
Affenarmee sowie Jatayu und Sampati helfen.
Rati: Wollust, Gattin des Kamadeva. Göttin sexuellen Verlangens.
Entstammt selbst einem göttlichen Seitensprung: Tochter des
Daksha und der Frau des Liebesgottes Kama | Ratri | Göttin der Nacht, Schwester
der Ushas. | Ravana | Dämonenkönig, er
entführte im Ramayana die Frau von Rama, Sita. Sein Bruder ist
Vibhishana. Herrscht über die Rakshas | Ravi | Einer der späteren Adityas,
Wächter eines Monats und eines Tierkreiszeichens | Revanta | Gott der Jäger ...
Sohn des
Martanda und der Saranyu | Riddhi | Erfolg, in manchen Gegenden
als Gemahlin Ganeshas angesehen | Rishis | vedische Weise, Sänger
heiliger Texte | Rodasi | Gattin des Rudra | Rohini | Glücksgöttin | Rudra
| "Der Rote", der
Furchterregende, der Heulende. Gott des Sturmes und des Windes,
wild böswillig in seinem Charakter. Er wurde als dreiäugig und
blauhalsig dargestellt sowie mit verfilzter Haarmähne, er hauste
in abgelegenen Gegenden. Sein Kopf wird von der Flußgöttin
Ganga und einer Mondsichel geschmückt. Um seinen Hals kriechen
Kobras, wie Halsketten hängen sie herab. Sein nackter Körper
ist mit Asche beschmiert, gekleidet ist er nur mit einem Fell um
die Lenden. Als Asket meditiert er auf Verbrennungsstätten. Sein
Reittier ist ein Stier. Früher war er auch ein Gott des Todes.
Er ist die Personifizierung der ungezähmten und wilden Natur.
Herr der Heilkräuter und Herr über die Krankheiten. Er ist ein
hervorragender Arzt. Gott der heiligen Rituale. Unter seiner
Herrschaft stehen die Tiere der Erde. Er wurde zum Herrn der
Tiere und Schutzpatron der Jäger. Seine Gattin ist Rudasi. Seine
Söhne sind die 180 Marutas, Götter der Winde. Darstellung als
schrecklicher Gott mit Pfeil und Bogen. Er feuert Pfeile des
Verderbens auf Menschen, Tiere und selbst Götter.
Mit der Entstehung des Hinduismus wandelte sich das Bild von
Rudra nachhaltig. Im späteren Hinduismus verband man die Angst
vor Schaden so sehr mit Rudra, daß die Zerstörung der Welt sein
Aufgabenbereich wurde. Er wurde zum Weltzerstörer schlechthin.
Sein Reittier bleibt der Stier Nandi. Seine Waffe neuerdings der
Dreizack. Sene Darstellungen zeigen ihn weiterhin dreiäugig,
aber nicht mehr mit Pfeil und Bogen, sondern mit Dreizack und
Sanduhrtrommel. In nachvedischer Zeit gilt er als Tanzmeister und
als spiritueller Lehrer von hohem Rang. Sogar seine ganze
Identität wandelte sich: Er wird zum Aspekt des Hochgottes Shiva
und zunehmend auch gänzlich Shiva genannt, und seitdem ist er
einer der wichtigsten Götter des Hinduismus. Auch Rudra ist ein
großer Aufsteiger mit der Entwicklung des Hinduismus. | Rukmin | Sohn des Bhismaka | Rukmini | Tochter des Bhismaka und
Gattin des Avatara Krishna | Sadashiva | siehe Shiva, Shiva der
Ewige | Sadyojata | der plötzlich Geborene,
Shiva | Sagara | Bruder des Garuda. Vater
von Ansuman – neben 60000 anderen Söhnen. König von
Ayodhya. Wollte sich einst zum König über alle Götter
aufschwingen. | Sahadeva
| Einer der fünf Pandawas,
der “Guten” in der Mahabharata. Sohn der Madri, den sie
mit dem himmlischen Zwillingspaar Ashvin zeugte und in die Ehe
mit Pandu einbrachte. Gatte der Draupadi, wie seine vier Brüder
auch. | Salshi | Gattin des Regengottes
Indra. | Sambarai | Einer der Asuras der
Veden, wurde von Indra besiegt | Samharamurti | Erscheinungsform
Shivas als Zerstörer. | Sampati | Sohn des Garuda, Neffe des
Sagara, Bruder von Jatayu. Half Rama im Ramayana im Kampf gegen
Ravana. | Sani | Sohn des Sonnengottes Surya und der Chaya. Gott
des Planeten Saturn. Aufgrund eines Fluches bringt sein Blick
Verderben. Sein Reittier
ist ein Geier. | Santanu
| gehört zur Sippe der
Kauravas, Vater des Bhisma (aus seiner Ehe mit Ganga) sowie des
Vichitravirya und des Chitrangada aus der zweiten ehe mit
Satyabati. | Saranyu | Gattin des Sonnengottes
Surya, Tochter des Vishvakarma, hat zu Söhnen Manu, Yama,
Yamuna, Revanta und die Ashvins. | Saraswati
| Göttin
der Gelehrsamkeit, der Wissenschaften, des Lernens, der
Literatur, der Musik, der Sprachgewandtheit und Beredsamkeit und
der Weisheit. Göttin der Kunst und des Wissens. Sie verkörpert
alles Wissen, einschließlich der Künste und Wissenschaften. Sie
gilt als die Erfinderin der Sprache des Sanskrit, des Schreibens
und damit auch der Devanagari-Schrift. Aus diesen Gründen
erfährt Saraswati höchste Verehrung in gebildeten Kreisen und
an indischen Universitäten. Während des zehntägigen
Navaratri-Festivals verehren die Menschen Sarasvati am letzten
Tag. Sie legen dann Bücher vor ihr Bild, um ihre Gnade und ihren
Segen zu erhalten.
Sie ist die Gattin und Shakti des Schöpfergottes Brahma, dessen
Haupte sie entsprang. Als seine Frau wird sie zur Mutter der
gesamten Schöpfung.
Sie ist weiß gekleidet (weiß versinnbildlicht das
Gegenmittel für die dunkle Welt der Unwissenheit) und spielt die
Vina (einfache Stabzither) oder die Mahativina (große Zither).
Sie hat 2 oder häufiger 4 Arme, mit zweien macht sie Musik auf
der Zither, in den freien Händen hält sie eine Mala
(Rosenkranz) und eine Pustaka (Palmblattmanuskript). Das Buch und
die Zither weisen jeweils auf den Pfad des Wissens und den Pfad
der Hingabe, über die der Mensch sein Ziel erreichen kann. Die
vier Hände repräsentieren auch die vier Aspekte der
menschlichen Persönlichkeit: 1.) Geist (manas), 2.) Intellekt
(buddhi), 3.) Ego (ahamkara) und 4.) konditioniertes Bewußtsein
(Chitta). Das bedeutet, daß Sarasvati vollständig die
intellektuellen Fähigkeiten des Menschen in sich vereinigt und
beherrscht. Ihr eigenes Reittier ist ein Pfau.
Sarasvati ist als Gattin
Brahmas auch unter dem Namen Brahmi bekannt | Sasthi | Göttin und Beschützerin
von Mutter und Kind bei der Geburt | Sathughna | Halbbruder des Avataras
Rama | Sati | Sati war die Tochter von
König Daksha und Shivas erste Gemahlin. Zu ihrem Tod kam es wie
folgt: Satis Vater, Daksha, hatte ein Mahayagna ausgeführt. Da
er seinen Schwiegersohn Shiva nicht respektierte, lud er ihn
nicht dazu ein und beleidigte Shiva absichtlich in Gegenwart
aller Gäste und seiner Tochter Sati. Sati, die eine
hingebungsvolle Frau war, konnte die Beleidigungen ihres Gemahls
nicht ertragen und verbrannte sich von innen und gab ihr Leben
auf. Shiva fiel darauf in untröstliche Trauer. Parvati gilt als
Wiedergeburt von Sati. | Satyavrata
| ein heiliger König.
Matsya erschien dem König Satyavrata (oder auch Manu) und seiner
Familie. Als winziger Fisch ließ er sich fangen und wuchs
unermeßlich, so daß er ständig in größere Gefäße umgesetzt
werden mußte. Er warnte den Satyavrata, daß in 7 Tagen Erde,
Luftraum und himmel im Ozean der Auflösung untergehen würden,
daß er ein Boot zusammen mit sieben Weisen und allen Arten von
Pflanzen, Samen etc. besteigen solle. So geschah es. Satyavrata
konnte das Boot an dem Horn des gehörnten Fisches festbinden,
als Seil benutzte er den Schlangenkönig Vasuki. Der große Fisch
zog das Boot zum Himalaya, der noch aus den Fluten herausragte.
Als das Wasser sank, hatten nur die Insassen des Bootes
überlebt. Satyavratu-Manu wurde zum Urvater einer neuen
Menschheit, und aus den Samen und Pflanzen entsproß eine neue
Natur. Diese Legende hat Analogien zur biblischen Sintflut, und
wie Noah entkam Satyavrata den Fluten mit einer Arche, besetzt
mit den Tieren der Erde und den Vögeln der Lüfte. | Savitar | Einer der zwölf Adityas.
Sonnengott, wenn die Sonne im Zenit steht. Savitar hat goldene
Augen, Hände und Zunge. Sein Wagen wird von einem strahlenden
weißen Pferd gezogen. | Savitri | Tochter des
Mittagssonnengottes Savitar. | Sesha | König der Nagas.
1000köpfiger Schlangenkönig | Shakti
| die schöpferische Potenz
eines Gottes, symbolisiert in Gestalt seiner Gattin. So ist
beispielsweise Durga-Parwati-Kali die Schakti von Shiva. Das
männliche Prinzip ist passiv und statisch, das weibliche Prinzip
ist aktiv und dynamisch. Nur im Zusammenspiel beider
Eigenschaften, im Zusammenwirken von männlichem und weiblichem
Prinzip kann etwas funktionieren. Shiva vermag nichts ohne seine
Parvati an seiner Seite. Diese Ansicht wird Shaktismus genannt.
Ein Gott – wie z. B. Shiva - ist erst einmal für sich nur
reiner Geist. Der Gott wird erst manifest, nachdem er durch die
Berührung mit der dynamischen weiblichen Lebenskraft (Shakti)
aufgeladen wird. Ohne Wirken der Göttin können die Götter
nicht ins Sein treten und bleiben leblos. | Shalya | König der Madras,
verheiratet mit Amba. Bruder von Madri, der zweiten Frau von
Pandu und Mutter der Pandavas Nakula und Sahadeva. | Shesha | Ein Schlangendämon. | Shiva
|
"Höchster Gott". "Der Gnädige". Hochgott,
einer der drei Götter, die zusammen Trimurti bilden. Gott der
Zerstörung. Er gilt im Hinduismus als der mächtigste und
meistverehrte Gott. Shiva gilt im Hinduismus als Zerstörer, aber
auch als Erneuerer. Herr der Zeit. Shiva ist Gott der Gegensätze
von unberechenbarer Doppelnatur: Er besitzt eine gute und eine
furchtbare Seite. Er ist gütig und unheilvoll, er ist meditativ
und ekstatisch, er ist schrecklich, aber auch mild und
freundlich, er ist der Zerstörer, zugleich aber auch Erneuerer
und Schöpfer der Welt. Gott der Fruchtbarkeit. Gott des Todes.
Entspricht „Tamas“ – einer materiell-schweren
Grundeigenschaft (Guna). Herr der Berge. Shiva gilt als der Gott
des Tanzes und der Feste (siehe unter Nataraja), aber auch als
Gott der Meditation und der Keuschheit. Sein Wohnsitz ist Gjan
Bapi.
Seine Frau ist Parvati, die "Tochter der
Berge" – Durga – Uma – Kali. Ihre Söhne sind
Ganesha und Kartikeja.
Darstellung: Die Darstellungen richten sich nach dem
dargestellten Aspekt. Als „Shiva neben dem Stier“ z. B.
wird er stehend abgebildet, mit 1 Kopf, 4 Armen, in den Händen
hält er einen Bogen (Dhanu), eine Gazelle (Mrga) und eine Axt
(Parashu) (die beiden letzten Attribute werden gerne in
Südindien benutzt), die vierte Hand stützt sich auf sein
Reittier, den Stier Nandi. Auch das Reittier hat damit die
unberechenbare Doppelnatur seines Herrn: mal dumpf-behäbig, dann
wild-zerstörerisch. Je nach dargestelltem Aspekt können weitere
oder auch andere Merkmale dargestellt werden: 3 Augen, von denen
sich das dritte mitten auf der Stirn befindet; üppige,
verflochtenen Haaren; einen Kranz von Totenschädeln um den Hals,
Dreizack (Trisula), Sanduhrtrommel (Damaru), Muschel, ein
blutiges Fell als Kleidung, Mudras mit freien Händen. Eng mit
Shiva verknüpft ist auch das Symbol Lingam (siehe auch unter
Lingam, Phallussymbol, welches seine Schöpferkraft symbolisieren
soll).
Shiva besitzt 28 verschiedene
Erscheinungsformen. Sie werden nicht wie bei Vishnu als Avatara
bezeichnet. Sie folgen auch nicht zeitlich aufeinander. Diese 28
Erscheinungsformen lassen sich in mehrere Gruppen bündeln, den
Aspekten (murti) Shivas, davon gibt es fünf: Mahesamurti –
großer Herr der Welt, Anugrahamurti – Der Gunsterweiser
für alle Lebewesen, Asket oder Yogi auf Bettelwanderschaft,
Nrttamurti – Tanzender Shiva, Samharamurti – der
Zerstörer.
Shiva ist aus dem vedischen Gott Rudra
hervorgegangen. Viele 100derte andere Götter Indiens gehen aus Shiva
in Form von Reinkarnationen und Manifestionen oder als Verwandte
hervor. Viele Saddhus, heilige Asketen, sind Anhänger Shivas und
symbolisieren dies meist durch den Shiva-Dreizack und eine
zweifellige Trommel.
Alternativ heisst er auch: Sankara – der Heilbringer, Sadashiva
– Shiva der Ewige, Vishvanatha – Herr des Alls. Shiva
wird auch Nilakantha ("Blauhals") genannt, weil er das
Gift trank, das die Welt zu zerstören drohte, als die Götter
und Dämonen den Milchozean quirlten, um das Lebenselixier zu
gewinnen. Das Gift blieb in Shivas Hals, wodurch die äußere
Welt und auch Shiva selbst gerettet wurden. Aber das Gift färbte
seinen Hals blau. | Siddhi | Gemahlin Ganeshas | Sisupala | ein Dämon. | Sita | wörtlich "Furche".
Tochter des Janaka und Gattin des Rama. Sie verkörpert Lakshmi.
Um ihre Entführung und Befreiung rankt sich der Plot des
Ramayana. Lakshmi nahm, um ihrem Gatten Vishnu in seinen
Inkarnationen als Avatara nahe zu bleiben, die Gestalt seiner
jeweiligen Partnerin an. | Soma
| Göttertrank - ein wichtiger alter vedischer
Gott, der Mondgott. Soma ist schwer zu verstehen, weil Soma ganz
verschiedene Ebenen verbindet. Soma ist eine Pflanze, ein Trank,
der aus dieser Pflanze gebraut wird, Lebensenergie, denn Soma ist
das Blut der Menschen und Tiere und der Saft der Pflanzen, der
Gott Soma ist die Apotheose des Trankes Soma. Soma repräsentiert
auch den Mond, der den Ernteertrag regiert. Und Soma ist der Gott
der Inspiration und damit der Gott der Poesie. Soma hat viele
verschiedene Gestalten, mal ist er ein himmlischer Stier, dann
wieder ein Vogel, oder auch ein Riese, der den Wassern entsteigt,
mal ein Embryo, mal der Herr der Pflanzen. Am seltensten ist er
als erwachsener Mensch dargestellt. Soma ist Göttertrank, das
Wasser des Lebens, Wein, der aus einer Kletterpflanze namens
Somalata gewonnen wird. Der Trank Soma ist Ambrosia für die
Götter. Sie trinken Soma vor ihren Heldentaten, um riesige
Kräfte zu erlangen. Die erneute Aufnahme des Soma regeneriert
die Götter und läßt die Menschen auf ein neues, unsterbliches
Leben an der Seite der Götter hoffen. Insbesondere Indra ist ein
begeisterter Anhänger von Soma und gibt sich schließlich auch
ohne Anlaß dem berauschenden Genuß hin. Die Zwillinge Aswins
tranken Soma, um Unsterblichkeit zu gewinnen. Auch Agni schätzt
den Trank Soma sehr. Soma verlieh den vedischen Göttern
Unsterblichkeit. Symbolisch steht Soma für die Trunkenheit mit
Ananda, der göttlichen Glückseligkeit des Seins. Vishvavasu
stahl einst den Göttertrank. Für Sterbliche wird anregendes und
halluzinogenes Soma aus Ephedra vulgaris gewonnen. Es half den
Kriegern, die Ängste vor der Schlacht zu überwinden, es ließ
den Poeten die Gedanken fließen. Sterbliche und Götter
benutzten gleichermaßen ihr Soma, somit ist Soma ein
verbindendes Element zwischen Göttern und Menschen. Als Mondgott
ersetzte Soma den alten Gott Chandra. Der Mond war das Gefäß
mit Soma für die Götter. Wenn sie tranken, wurde die Mondsichel
schmaler. Wurde der Trank wieder aufgefüllt, wurde der Mond
wieder voller. Nach der vedischen Zeit kam die Kraft der Götter
nicht länger aus Soma, sondern von Opfern, die ihnen die
Menschen brachten. Damit wurde Soma immer mehr zum reinen
Mondgott. Soma hatte 27 Frauen, entsprechend den 27 Mondhäusern
der indischen Astronomie, alle waren sie Töchter des Daksha.
Soma bevorzugte die Rohini. Daksha war sehr erzürnt darüber,
daß der Mondgott Soma seine anderen Töchter vernachlässigte,
und er verfluchte Soma mit einem Fluch, der ihm langsame
Auszehrung bescherte. Erst auf Bitten der Frauen Somas änderte
Daksha seinen Fluch, so daß Soma ab da nur noch periodisch von
der Auszehrung betroffen war und danach wieder wachsen konnte.
Dies ist eine zweite Erklärung für die Mondphasen. | Somavarmas | Vater des Kuru, des
Stammvaters der Kauravas. Stammt von Bharata ab (Enkel). | Sudama | Ein Kindheitsfreund
Krishnas, beide wurden vom selben Lehrer unterrichtet. Sudama war
ein Brahmane, der sich in den Veden sehr gut auskannte. Er
beherrschte seine Sinne vollständig und blieb stets friedlich.
Krishna segnete Sudamas Familie mit Wohlstand. Sudama ist bekannt
für seine völlige Ergebenheit Krishna gegenüber und für seine
makellose Hingabe. | Sugriva | ein Affenkönig, Bruder
des Bali. | Suparsvu | ein Weiser. | Suras | vedische Götter, die dem
Prajapati entsprungen sind, zusammen mit den Asuras. Beide
Göttergeschlechter sind aus Asu, dem Atem des Prajapati,
geschaffen. Die Suras verkörpern die Wahrheit, da sie die Lüge
von den erhaltenen Gaben ablegten. Bei den Asuras ist es
umgekehrt. Sie besiegten am Ende mit Vishnus Hilfe die Asuras. | Surya
| Sonnengott bei Sonnenaufgang
und Sonnenuntergang (Wenn die Sonne im Zenit steht, ist ein
anderer Gott zuständig: Savitar). Alter vedischer Gott, einer
der 12 Adityas. Surya gilt als lebensspendende Kraft und
symbolisiert die Unendlichkeit. Die Sonne geht für immer auf,
überquert den Himmel auf ihrer Bahn und entschwindet
schließlich der Sicht, um diesen Zyklus ewig zu wiederholen. Die
Inder der vedischen Zeit hatten ein heliozentrisches Weltbild.
Als Herr der Erleuchtung steht Surya für das aufgehende Licht
der Wahrheit im menschlichen Geist. Surya wird dargestellt als
dunkelroter Mann mit 3 Augen und 4 Armen. Häufig wurde der Gott
auf den Flügeln eines Riesenvogels dargestellt oder als Lenker
eines Wagens, der von sieben Pferden (für die Wochentage)
gezogen wurde. Er ist berühmt dafür, daß er mit den Rädern
des himmlischen Wagens einen Dämon zermalmte. Seine Frau ist
Saranyu, seine Söhne sind Manu und Yama, seine Tochter ist
Yamuna, beide Kinder sind Zwillinge. Beide Zwillinge sind die
ersten Menschen und spielen die Rolle wie Adam und Eva im
semitischen Monotheismus.
Surya hat den Übergang zum Hinduismus erfolgreich geschafft, er
ist sogar aufgestiegen. Eigentlich gehört es zu den Pflichten
des Hindus, dreimal täglich Surya zu gedenken und auf ihn zu
meditieren, zu drei Stadien der Sonne (Trisandhya), mit Hilfe des
Gayatrimantra. Der Kult um Surya war in späterer Zeit sehr
populär. Die Zuständigkeitsbereiche des Sonnengottes sind
vielfältig: Gesundheit, hohe Lebenserwartung, Erfolg bei was
auch immer, Vernichtung der Gegner. | Svaha | Der Segenswunsch beim Opfer.
Gattin des Agni. | Syuman | Hochzeitsgott | Tapati | Mutter des Kuru, des
Stammvaters der Kauravas | Taraka | mächtiger Dämon, der
einst die Welt unterjochte. Kartikeja kämpfte gegen ihn und
besiegte ihn. | Tatpurusa | höchster der Menschen,
Eigenschaft Shivas | Tvastri
| Göttlicher
Architekt, der das Universum baute. Daher auch Schöpfergott,
Gott der schöpferischen Tätigkeiten, Gott der Künstler. Vater
der Saranyu. Formte Mann und Frau und gibt deren Nachkommen
seinen Segen. Schmiedete die Waffen der Götter. Ist auch unter
dem Namen Vishvakarma bekannt. Er hat die Himmel von Yama, Indra
und Varuna gebaut. | Uma
| Parvati, Uma, Durga und Kali
sind die Namen für vier verschiedene Aspekte der selben Göttin.
Sie ist die Gattin bzw. Shakti Shivas. Sie ist
die Mutter des Elefantengottes Ganesha und des Skanda
(Karttikeja) sowie des Viraka. Parvati selbst ist die Tochter des
Himalaya (Himavan, Himavats) und der Bergnymphe Mene (Menga), die
selbst vom Weltenberg Meru abstammt. Parvati hat eine Schwester,
Ganga. Parvati kann viele Erscheinungsformen annehmen, dabei sind
die als Parvati und Uma die sanften, gnädigen und friedvollen,
die als Durga (Durgha) und Kali die schrecklichen und rächenden,
wobei Kali noch ein paar Grade furchtbarer ist als Durga, welche
die gemäßigtere Form der zornigen Göttin ist. Als Durga und
Kali tritt sie auf, um das Böse zu bekämpfen.
Das Wort Uma bedeutet "Mutter der ganzen
Welt". Andere Bezeichnungen sind: "die Schenkerin der
Segnung", "die Glänzende". Sanftmütiger Aspekt
der Göttin. Uma, die
vollkommene Frau kümmert sich liebevoll um ihren Pascha-Mann,
zieht die Kinder groß und stellt das Wohlergehend er Familie
selbst über das eigene Leben. Shiva unterzog Uma schweren
Prüfungen, um ihre Hingabe an ihn und ihre Tauglichkeit als
Ehefrau zu testen. Aus jeder Prüfung ging Uma siegreich hervor.
Zufriedengestellt, nahm Shiva sie zur Gemahlin. Uma
repräsentiert die ideale Hindu-Frau aufgrund ihrer vollendeten
Hingabe zu ihrem Mann Shiva.
Darstellung: Hand in Hand mit ihrem Gatten Shiva, in liebkosender
Stellung, manchmal auf dem Schoß von Shiva sitzend, in trauter
und zärtlicher Zweisamkeit. Uma wird von einem Löwen begleitet
(Simha). | Urvasi |
himmlische Kurtisane aus der Mahabharata, Göttin des Erfolges in
Liebesdingen. | Ushas | Göttin der Morgenröte bzw.
der Morgendämmerung, die schöne Ankündigung der verlässlichen
Rückkehr des Lichtes. Tochter des Dyaus | Vairochana | Sonnengott, Vater
des Bali | Vak | Göttin der Sprache aus
vedischer Zeit. Sie entwickelte sich zu Sarasvati weiter. | Vamadeva | Gottheit der linken Hand,
Erscheinungsform Shivas | Vamana
| Ein Zwerg, ein Avatara.
Nach der Legende kommt der inkarnierte Vishnu in Form eines
Zwerges auf die Erde, um sie von der Herrschaft des
Dämonenkönig Bali zu befreien. Kämpfte gegen den Asura Bali
oder auch Mahabali. Bali war der Enkel des vishnugläübigen
Dämonen Prahlada. Bali regierte einst Himmel und Erde. Diese
Herrschaft bedrückte die Göttermutter Aditi, die für ihre
eigenen Kinder keine Chancen mehr sah in einer Welt, die von
Dämonen regiert wird. Aber dann wurde die Welt von ihm befreit,
der Retter des Gleichgewichts war Vishnu in Form des Avatara
Vamana (der Zwerg). Vishnu versprach der Göttermutter Aditi, als
ihr eigener Sohn geboren zu werden. Dieser wurde aber ein Zwerg.
Als der Dämon Bali gerade ein Pferdeopfer vollzog, erschien der
inkarnierte Vishnu in Form des Zwerges vor ihm, gekleidet wie ein
Zeremonialbrahmane. Nach seinem Begehren gefragt, erbat dieser
von Bali soviel Land für sich, wie er mit drei Schritten
erreichen könnte. Kaum war die Bitte gewährt, nahm der Gott
dann seine große Gestalt wieder an. Mit dem ersten Schritt
überspannte er die Erde, mit dem zweiten den himmel, mit dem
dritten Schritt trat er den Dämonen Bali in die Unterwelt
(patala). Seitdem gebietet Bali über die Unterwelt, und die Welt
und der Himmel sind von Dämonenherrschaft befreit. | Vanadevates | vedische Baumgeister | Varaha
| Wildeber, Avatara Vishnus.
Kämpft gegen den Asura (Dämon) Hiranyaksha. Die Asuras
Hiranyakasipu und sein Zwilling Hiranyaksa hatten die Erde einer
brutalen Tyrannei unterworfen, nachdem ihnen Brahma zugesichert
hatte, daß niemand ihnen im Kampfe ebenbürtig sein solle. Das
stieg den Zwillingsdämonen zu Kopfe. Irgendwann reichte ihnen
der Terror auf der Erde nicht mehr, den sie veranstalteten,
sondern Hiranyaksa erschien mit der Keule in der Hand im Himmel
und forderte die Götter zum Duell, die sich aber versteckt
hielten. Daraufhin sprang der Dämon ins Meer, traf dort Varuna
und forderte diesen heraus. Der antwortete geschickt, nur Vishnu
könne es mit ihm aufnehmen. Vishnu hatte unterdessen die Gestalt
eines Wildebers angenommen. Der Eber rettete zuerst die Welt auf
seinen Hauern aus der Welt der Tiefe an einen sicheren Ort, dann
kam es zu einem fürchterlichen Zweikampf zwischen beiden.
Schließlich flüsterte Brahma dem Eber, wie der Dämon zu
besiegen sei. Der Eber traf daraufhin den Dämon mit den
Vorderläufen am Ansatz der Ohren, der Dämon brach zusammen, die
Welt war wieder einmal gerettet. | Varuna
| Vedischer Gott. Einer der
zwölf Adityas. Seine Mutter ist Aditi. Steht an der Spitze der
Asuras. Varuna taucht sehr früh in der vedischen Ära auf
(Rigveda). In vorvedischer Zeit ist er der oberste Herr des
Kosmos. Er erschafft Himmel und Erde und bestimmt die äußersten
Grenzen, wie den Horizont. Er ist u. a. dafür verantwortlich,
daß die Sonne über den Himmel zieht, daß Tag und Nacht sowie
die Jahreszeiten aufeinander folgen. Varuna ist der strenge
Wächter der universellen kosmischen Gesetze - der natürlichen,
der moralischen und konkreten, der Aufrechterhalter der
kosmischen Ordnung. Er ist die alles durchdringende Ausdehnung
und die Reinheit des Göttlichen, der die Welt unterstützt und
perfekter macht. Er ist allmächtig und allwissend. Seine Spione
erspähen alles, was in der Welt vorgeht. Kein Geheimnis der
Menschen bleibt ihm verborgen. Varuna ist ein strenger,
ernsthafter Gott, der auch mal sehr zornig werden kann, wenn sich
jemand über die Regeln hinwegsetzt. Varuna wird dargestellt als
weißer Mann in goldener Rüstung. Sein Reittier ist Makara, ein
Meeresungeheuer. In den Händen hält er ein Lasso, das aus einer
Schlange geformt ist. Seine Verehrung hatte auch ein paar Züge
der Furcht – immerhin ist Varuna ein Asura und hat damit
auch dunkle Züge. Auch ist er der Gott des wahren Wortes und der
Verträge. Er bestraft Menschen, die ihr Wort nicht halten.
Varuna bestraft die Menschen für ihre Sünden, für Verletzung
von Ritualen und für unmoralisches Reden oder Handeln. Er ist
auch der Gott des Regens, der die Himmelsschleusen kontrolliert.
Obwohl es auch den Todesgott Yama gibt, ist Varuna in vedischer
Zeit auch der Richter über die Menschen, der entscheidet, ob die
Menschen in den Himmel (Welt der Väter) oder in die Hölle (Welt
der Erde) kommen.
Erst später, aber noch zu vedischer Zeit, wird er weniger
wichtig und weniger universell. Seine Bedeutung wandelt sich.
Indra läuft ihm den Rang ab, sowohl als Regengott als auch als
oberster Herr der Götter. Das liegt daran, daß Varuna der
Hüter des Wassers war, aber versagte, als Vritra das Wasser
stahl und Dürre über die Welt kam. Erst Indra konnte Vritra
besiegen und es wieder regnen lassen. Danach ist Varuna nur noch Gott
des Wassers, Schutzgott der Ozeane. Seine Diener sind die Nagas,
die Seelen der Ertrunkenen kommen zu Varuna. Er hat seinen Sitz
in einem reinweißen Schloß. Seine Frau ist Varuni.
Mit dem Aufstieg der Hochgötter Shiva und Vishnu verblaßte die
Bedeutung Varunas noch mehr. Heute gehört er nicht zu den
Lieblingsgöttern der hindus. Von seinen ehemaligen Pflichten ist
er komplett entbunden. Er ist nur noch ein Wassergott und
"Hilfspförtner" der westlichen Himmelsrichtung. | Varuni | Gattin des Varuna. | Vasudeva | ein Seher. Vater des
Krishna und des Balarama. | Vasuki
| Weltenschlange,
Schlangenkönig. Wurde beim Verquirlen des Milchozeanes von
Göttern und Dämonen als Seil verwendet, an dem sie zu beiden
Seiten zogen. | Vasus | Im Vedismus 8 Diener Indras.
Im späteren Hinduismus Diener Vishnus. | Vayu
| Windgott, Gott der Lüfte,
alter vedischer Gott. Vayu repräsentiert die Lebenskräfte,
symbolisiert durch die Lebensenergie Prana. Seinem wesen nach ist
er ein destruktiver Gott mit unausgeglichenem Charakter, der
seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat. Unzählige uneheliche
Kinder werden ihm nachgesagt. In nachvedischer, brahmanischer
Zeit verlor er an Bedeutung und Status. Er wird auch als König
der Gandharven bezeichnet. Einst brach er die Spitze des
Weltenberges Meru ab, als dessen Verteidiger Garuda einen Moment
lang in seiner Aufmerksamkeit nachließ. Die Spitze fiel ins Meer
und wurde zur Insel Sri Lanka. Jetzt paßt Vayu auf die
Nordwestecke der Welt auf und beschützt diese Himmelsrichtung.
Eigentlich verheiratet mit einer Tochter des Vishvakarma. Vayu
ist der Vater des Hanuman (auch unehelich). Auch der Pandava
Bhima aus der Mahabharata ist ein Sprößling von Vayu und Kunti. | Vedische
Götter
| In vedischen
Zeiten (ca. 1600 - 500 v. Chr.) wurden hauptsächlich Kräfte der
Natur wie Mond, Sonne und Feuer als Inkarnation verschiedenster
Götter verehrt. Verehrt wird vor allem eine Gruppe von 33
Gottheiten (Devas). Als Ursprung und oberster Schöpfer aller
Wesen gilt die Gottheit Prajapati. In vedischen Zeiten standen
diese Götter in keinerlei Hierarchie oder Konkurrenz zueinander.
Die Aufgabengebiete waren streng getrennt, jeder Gott hatte
seinen eigenen Zuständigkeitsbereich. Damit entspricht diese
Religionsform am ehesten einem polytheistischen Modell. Die
vedischen Götter verkörpern Naturkräfte und beinhalten
Naturgewalten. Die Götter spiegeln wieder, was auf Erden
passiert, reflektieren das, was die Menschen erleben. Darin
ähneln sie den Göttern der griechisch-römischen Antike. Sie
sind zornig oder nett, dümmlich oder listig-schlau, sie lieben
sich und sie prügeln sich, sie haben Waffen und sie haben
rührend menschelnde Charakterzüge. Viele Götter haben mehr
oder weniger mit der Schöpfung zu tun. Schöpfung ist nicht nur
auf einen Hochgott limitiert. Das männliche Geschlecht dominiert
- die Mutter aller vedischen Götter ist zwar Aditi (ihre Söhne
werden Adityas genannt), es gibt zwar auch Göttinnen wie
Sarasvati, Usas, Bhumi, Indrani, Varunani oder Lakshmi, aber sie
sind relativ bedeutungslos. Erst in nachvedischer Zeit behaupten
sich die Göttinnen am Götterhimmel. Die Menschen fühlten sich
von den Göttern abhängig, da diese die Kräfte der Natur
regierten. Ziel der Gottesdienste in vedischer Zeit war es, das
Gleichgewicht und die Harmonie zwischen Mensch und Naturgewalten
zu wahren. Die Menschen stellten daher die Götter durch Opfer
zufrieden. Die Götter ihrerseits gaben den
Menschen Regen, Nahrung und alles Andere, was sie für ihre
Existenzsicherung und ein angenehmes Leben benötigten. Um die
Beziehung zwischen Göttern und Natur einerseits und Menschen
andererseits herzustellen, vollzog man Feuerrituale, die sog.
Yajnas. Der Vedismus war damit ein Feuerkult - im Gegensatz zum
späteren Hinduismus, der zum Bilderkult wurde. Unter Rezitation
bestimmter sakraler Texte wurden Butterschmalz und Fleisch
geopfert, d. h. verbrannt, um die Götter günstig zu stimmen.
Dabei wurde auch ein berauschendes Getränk namens Soma
konsumiert. Das Regelwerk für den Ablauf dieser Feuerrituale war
sehr komplex. | Vibhishana | ein guter Dämon,
Bruder des Ravana, welcher Sita raubtet | Vikarna | einer der 100 Söhne des
mythologischen Königs Dhritarashtras, Neffe des Pandu und des
Vidura. Aus der Sippe der Kauravas (Mahabharata) | Vinata | Tochter des Dakscha, Mutter
des Garuda, mit Kasyapa vermählt. | Virabhadra | ein Monster Shivas,
blendet den vedischen Gott Bhaga. | Viraj | das weibliche
Schöpfungsprinzip, Tochter des Purusha. | Viraka | Sohn der Parvati | Vischnu
| Einer der
drei männlichen Hochgötter des hinduistischen Pantheons, bildet
zusammen mit Shiva und Brahma die Dreieinigkeit Trimurti. Vishnu
gilt als der Welterhalter, der Erhalter des Lebens. Vishnu hat
die Aufgabe, Götter und Menschen zu behüten und alles Böse zu
bekämpfen. Vishnu ist im Vedismus ein Gott mit kosmischer
Bedeutung, nicht bloß ein Held. Vishnu ist ein Wesen, das sich
in der ganzen Welt, Himmel und Erde, ausgebreitet hat. Vishnu
kommt aus der Ewigkeit und hat eine ewige Zukunft. Er hat schon
viele Weltphasen (Yugas) durchlebt. Zwischen den weltphasen ruht
Vishnu auf der Schlange Ananta. Wenn Vishnu eine neue Welt
entstehen lassen will, wächst aus seinem Nabel ein Lotus empor,
auf deren Blüte Brahma thront. Vishnu erschuf die drei Welten.
Er hat dreimal die Erde in ihrer ganzen Größe abgeschritten, um
Dämonen zu vertreiben. Vishnu half
den guten Göttern, den Suras, die schlechten Götter, die
Asuras, zu besiegen. Gemeinsam
mit Shiva gehört Vishnu zu den wichtigsten und meist
verehrtesten Göttern im Hinduismus. Vishnu ist der
Gatte von Lakshmi, der Göttin für Glück und
Schönheit.
Vishnu ist ein jugendlich aussehender strahlend schöner Gott in
königlicher Kleidung und mit königlicher Kopfbedeckung
(Kiritamukuta). Er trägt viel Schmuck (Halskette, Armspangen,
Armreife und Ringe sowie auf der Brust das Juwel Srivatsa.
Darstellung mit dunkelblauem oder schwarzem Körper (s.u.) und 4
Armen, in den Händen hält Vishnu seine Attribute Keule (Gada,
symbolisiert Stärke und kennzeichnet Vishnu als denjenigen, der
gegen die Dämonen zum Kampfe antritt), Muschelhorn (Sankha, wie
der Schall des Muschelhornes alles durchdringt, durchdringt
Vishnu als Erhalter Alles und alle Wesen), Diskus (Cakra) bzw.
Sonnenscheibe oder auch Lichtring (alle Varianten als Symbol der
Sonne), manchmal durch ein Rad (Symbol der gerechten Herrschaft)
ersetzt, und Lotusblüte (Padma, Symbol der Reinheit, als Knospe
Symbol Vishnus als Urheber der Schöpfung, geöffnet als Symbol
der Schöpfung und des Universums). Mal sitzt er auf einem Lotus,
mal ruht er er im Milchozean auf der Schlange Ananta, zu seinen
Füßen Sri Lakshmi, während aus seinem Nabel eine Lotusblume
entsprießt, auf der Brahma sitzt. Von seiner linken Schulter
hängt eine Brahmanenschnur herab. Sein Reittier ist Garuda.
Insgesamt werden 24 Erscheinungsformen Vishnus unterschieden. In
der Darstellung unterscheiden sie sich jeweils durch die in den
Händen gehaltenen Objekte. Diskus und Muschelhorn dürfen nie
fehlen, aber die Verteilung der attribute kann anders sein,
einzelne Attribute können fehlen, bestimmte Gesten (Mudras)
werden von den freien Händen geformt.
Vishnu hat
schon viele Weltphasen (Yugas) durchlebt, denn er kommt aus der
Ewigkeit, er hat keinen Anfang und kein Ende. Je nach Weltphase
wechselt Vishnu die Farbe: Krtayuga – weiß, Tretayuga
– rot, Dvaparayuga – gelb, Kaliyuga (gegenwärtig)
– schwarz | Vischvakarma | Schöpfergott, Gott der Künstler und göttlicher Architekt, der im Auftrag der Götter das Universum erbaute | Vishvavasu | König der Gandharven.
Stahl einst den Trank Soma. | Vrishakapi |
"Menschenaffe", steht in einer besonderen Beziehung zu
Gott Indra und seiner Frau Indrani | Vritra
| Einer der mächtigsten
Asuras. Wolkendämon, dämonischer Gott des Chaos, Sohn der Danu.
Wurde von Indra getötet. Der Legende nach stahl der Asura Vritra
in Form eines mächtigen Drachens das Wasser der Welt und
verursachte Dürre. Indra besiegte erst dessen 99 Festungen, dann
Vritra, den Drachen, selbst. Als Indra den Dämon aufschlitzte,
fiel wieder Regen vom Himmel. In späterer Zeit wird die
Geschichte anders erzählt, wobei Indra nicht mehr der strahlende
Held ist, sondern die Hilfe von Shiva und Vishnu braucht. In
wieder einer anderen Version wird Vritra von der Muttergottheit
Sarasvati getötet. | Yaksha | Halb Gott, halb Dämon. Ihr
Chef ist Kubera, der Hüter des Wohlstandes und Reichtums. Sie
bewachen u. a. Bodenschätze wie Edelsteine. | Yama
| Todesgott und Richter der Verstorbenen. Yama führt über die
guten und schlechten Taten eines jeden Menschen Buch. Ist die
Lebenszeit abgelaufen, holt der Totengott den Menschen in sein
Reich und urteilt anhand seiner guten und schlechten Taten über
den zukünftigen Verbleib in Himmel, Hölle oder als Wiedergeburt
auf der Erde.
Yama ist ein Sohn des Sonnengottes Surya und seiner Gattin
Saranyu. Seine Zwillingsschwester ist Yamuna. Beide spielen die
Rolle der ersten menschen, ähnlich wie Adam und Eva. Yama wird
als Totenrichter verehrt, weil er der erste Mensch auf der Erde
war und somit als erster sterben mußte. Dem Glauben nach dauert die Reise in das
Reich der Toten viereinhalb Stunden, weshalb der Leichnam erst
nach dem Verstreichen dieses Zeitraums verbrannt werden darf.
Yamas Reittier ist ein Büffel. Im heutigen Hinduismus bewacht Yama die
südliche Himmelsrichtung vor negativen Einflüssen | Yamuna | Flußgöttin
- Tochter des
Sonnengottes Surya und der Saranyu. Ihr Zwillingsbruder ist der
Todesgott Yama. | Yashoda | Gattin des Nanda, Krishnas
Pflegemutter | Yudishthira
| einer der fünf
Pandavas, der „Guten“ in der Mahabharata. Sohn Kuntis,
den sie mit dem Gott Yama zeugte und in die Ehe mit Pandu
einbrachte. Vermählt mit Draupadi wie alle anderen fünf
Pandavas | Yuyutsu | einer der 100 Söhne des
mythologischen Königs Dhritarashtras, Neffe des Pandu und des
Vidura. Aus der Sippe der Kauravas (Mahabharata) |
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| Om Nama Sivaya
Tomy
- Shankar
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